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09.04.2017

Die Weihe der heiligen Öle

Was ist unter der Chrisam-Messe zu verstehen? von Mag. Manuela Ulrich

 

 

Am Gründonnerstag (oder an einem anderen Tag der Karwoche) werden in einer eigenen Eucharistiefeier die heiligen Öle geweiht. Dem vornehmsten dieser Öle – dem Chrisam – verdankt dieser Gottesdienst seinen Namen: Chrisam-Messe.

 

An diesem besonderen Gottesdienst, der in der Bischofskirche mit dem Ortsbischof gefeiert wird, nehmen immer auch die Priester der Diözese teil, die nach der Predigt ihre Bereitschaftserklärung zum priesterlichen Dienst erneuern.

 

Bei der Gabenprozession werden von den Diakonen schließlich die drei Öle zum Altar gebracht, die vom Bischof geweiht werden:

 

  • „Das Öl für den heiligen Chrisam“
  • „Das Öl für die Kranken“
  • „Das Öl für die Katechumenen“.

Die geweihten Öle werden nach dem Gottesdienst von den Priestern und Gemeindevertreter/innen in ihre Gemeinden mitgenommen: das Chrisamöl für die Feiern der Taufe und Firmung und die Weihen (z. B. Diakon-, Priester- oder Altarweihe), das Krankenöl für die Feier der Krankensalbung und das Katechumenenöl für die Salbung der Taufbewerber/innen als Stärkung auf ihrem Weg zur Taufe.

 

In der Erzdiözese Wien wird die Chrisam-Messe  im Normalfall am Montag der Karwoche abends gefeiert.