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31.03.2017

"Der Atem des Herrn" - Pilgerreise nach Griechenland

„Unsere Reise wird eine Kombination von Urlaub, Bildung und Spiritualität“, sagt Pater Karl Wallner.

 

 

"Griechenland heißt für mich Meer und Sonne und genauso werden wir dies in den Septembertagen erleben2, sagt der Heiligenkreuzer Zisterzienserpater Karl Wallner, der bei unserer SONNTAG-Leserreise in das Mittelmeerland die geistliche Begleitung übernehmen wird.

 

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„Zum Programm kann man sagen: Wenn ich mich auf diese Reise einlasse, dann habe ich nicht einen faden Urlaub am Meeresstrand oder eine Bildungsreise, bei der ich versuche, möglichst viel Wissen anzuhäufen. Nein, es ist eine Kombination von Urlaub, Bildung und Spiritualität.“  

Für Pater Karl, der schon mehrmals Begleiter von SONNTAG-Leserreisen war, ist es immer wieder bereichernd, als Priester wahrgenommen zu werden. „Wir machen nicht irgendeine Kulturreise, sondern wir erleben die besuchten Orte immer auch sehr geistlich. Wir feiern jeden Tag miteinander die Heilige Messe. Man nimmt ein Land, eine Kultur viel intensiver wahr, wenn man sie von ihren religiösen Wurzeln her erlebt. Diese sind gerade in Griechenland die christlichen.“

 

Auf den Spuren der Anfänge christlicher Mission

Die Pilgergemeinschaft begibt sich auf die Spuren der Anfänge der christlichen Mission, betont der seit September 2016 als Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich wirkende Zisterzienserpater. „Die Einladung des Paulus, nach Europa zu kommen, erfolgte nach der Überlieferung der Apostelgeschichte übernatürlich, er wurde durch eine Vision zu dieser Missionsreise eingeladen. Ich erinnere daran, es war eine Frau, die als erste Europäerin zu Christus gefunden hat.“


Warum hat sich Pater Karl in diesem Jahr für dieses Reiseland entschieden?

„Wir haben Griechenland in den letzten Jahren anders in den Medien erfahren. Eines der Themen waren die großen Flüchtlingsströme, die über Griechenland gekommen sind. Es ist wichtig, dass wir gerade in dieser Zeit, in der Europa eine schwere Identitätskrise durchmacht und die Europäische Union sich in einem Umstrukturierungsprozess befindet, zu den europäischen Wurzeln zurückkehren.

 

Dafür ist Griechenland ganz einzigartig geeignet. Es ist der Ursprung von allem: Hier vermischte sich die antike Philosophie mit dem neu ankommenden Christentum. Dort sind wir am Hotspot, es geht ‚back to the roots‘.“

 

Pater Karl Wallner will mit den Mitreisenden wie der Apostel Paulus auf dem Aeropag in Athen stehen. Der Reisebegleiter freut sich schon auf den Besuch von zwei Meteoraklöstern, die auf Felsen gleichsam zwischen Himmel und Erde schweben. „Wir werden mit dem Schiff zur Insel Patmos fahren, wo der Apostel Johannes die Apokalypse der Überlieferung nach geschrieben hat.“