Am 21. März 2017 startet in Wien ein neuer Glaubenskurs. Er heißt „Zachäus“ und wird von Mitgliedern und Freunden der „Gemeinschaft Emmanuel“ veranstaltet. Die internationale Vereinigung von Gläubigen steht der katholischen „Charismatischen Erneuerung“ nahe.
„Zachäus“ versteht sich als Trainingsprogramm für die Vertiefung des Glaubens und wichtiger Lebensfragen. An acht Abenden gibt es abwechselnd Einheiten mit Vortrag oder Austausch zu Fragen aus Beziehung und Arbeitswelt. Die Vorträge geben Einblick in die christliche Soziallehre und widmen sich den Themen Schöpfung, Gemeinwohl, Besitz und Armut. Die Treffen finden im Wiener Restaurant „Giorgina“ statt.
„Zu jedem Vortrag gibt es Arbeitsaufgaben, die wiederum in einer Austauschgruppe zwei Wochen später besprochen werden“, erklärt Unternehmer Krystian Nowakowski vom Leitungsteam. Der vierzehntägige Erfahrungsaustausch in der Gruppe soll zutage fördern, was sich durch praktische Übungen verändert hat.
Mit diesem Konzept soll der Kurs laut Website des Projekts http://zachaeus.vision/ einen Weg zu persönlicher Erfüllung zeigen: „Durch Dienst an den Anderen, Treue zum Evangelium und Arbeit an der Einheit des eigenen Lebens.“
Für das Kursprojekt engagiert sich auch der Unternehmer und Familienvater Christoph Köchert: Für ihn ist „Zachäus“ praktisch und anwendbar angelegt: „Der Kurs möchte nützliches Wissen und Weisheit der christlichen Soziallehre zugänglich machen.“ Köchert weiter: „Es ist für viele eine Entdeckung, zu sehen, dass es fruchtbar ist, sich mit ganz alltäglichen Fragen aus einem anderen Blickwinkel heraus auseinanderzusetzen und zu entdecken, wie viel Weisheit im Rahmen der Kirche angesammelt wurde“.
Namensgebend für den Glaubenskurs ist die biblische Gestalt des jüdischen Zollpächters Zachäus, der durch die Begegnung mit Jesus sein Leben verändert: Der „Zöllner“ gelobt, Armen die Hälfte seines Besitzes zu geben und geraubtes Gut vierfach zurückzuerstatten.
Das Kurskonzept zu „Zachäus“ stammt aus Frankreich und soll nun erstmals auch im deutschsprachigen Raum umgesetzt werden. Die Idee dazu reifte im Rahmen eines Wiener Missionsprojektes der Gemeinschaft Emmanuel. „Unsere Hoffnung ist, dass wir viele Mitstreiter finden“, so Köchert. Er wünscht sich, dass sich Teilnehmer engagieren und die Idee weitertragen.
„Zachäus“ behandelt seiner Ansicht nach Fragen, die „vielen Menschen unter den Fingernägeln brennen“, so der Unternehmer. „Beziehung und Arbeit sind Orte, an denen wir alle unsere Fähigkeiten entwickeln können. Hier wird der Mensch mit Fehlern konfrontiert und lernt, Konflikte auszutragen. Wir möchten Menschen, die im Beruf stehen, zeigen, wie man mit Verantwortung umgehen kann“, so Krystian Nowakowski vom Leitungsteam.
Zielgruppen des Kurses sind u.a. genannte „young bzw. senior professionals“, also junge Menschen in Führungspositionen, und Studierende. Auch kirchenfern sozialisierte Menschen soll „Zachäus“ ansprechen.
„Die Welt ist nicht fertig. Sie ist uns anvertraut, um an ihr weiterzuarbeiten“, heißt es auf der Website von „Zachäus“. „Es gibt Möglichkeiten, die Welt durch Entscheidungen und Handlungen positiv zu verändern – auch zugunsten kommender Generationen“, betont Christoph Köchert. Dahinter stehe der Glaube an einen guten Schöpfergott, der den Menschen „braucht, um sein Werk zu vollenden . Das taucht die Verantwortung, die wir in unserer Welt in unserem Beruf, in unseren Aufgaben wahrnehmen, in ein anderes Licht“, so der Unternehmer über die Themen, die im Rahmen der geplanten Vorträge behandelt werden.