In ihrem jüngsten Buch „Florian Kuntner. Vom Lausbuben zum Bischof“ (Tyrolia-Verlag) porträtiert die katholische Publizistin und langjährige Redakteurin der Wiener Kirchenzeitung, Prof. Ingeborg Schödl, jenen viel zu früh verstorbenen Weihbischof unserer Erzdiözese, der durch sein Engagement und seine Leidenschaft die jüngere Kirchengeschichte mitgeprägt hat.
Seine Vision: Die Gemeinden sollten ermächtigt werden, auf eigenen Füßen zu stehen und im vollen Sinn eigenverantwortlich zu sein. In dieser Hinsicht war er im Gleichklang mit den Basisgemeinden in anderen Erdteilen.
Die Ernennung zum Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke und der Vorsitz in verschiedenen kirchlichen Gremien für Mission und Entwicklung dehnten seinen Wirkungskreis weltweit aus.
Zu seinen vielfältigen Aufgaben in der Erzdiözese gehörte die Aufgabe als erster Bischofsvikar des Vikariats „Unter dem Wienerwald“ (1969–1987), das er nachhaltig prägte.
Auch abgedruckt: Die in Zeiten wie diesen höchst aktuelle Rede, die Kuntner im Vorfeld des FPÖ-Volksbegehrens zur Ausländer-Frage Anfang 1993 in Wien bei der von der Plattform „SOS Mitmensch“ organisierten Großkundgebung gehalten hat und in der er „an die Toleranz und Menschlichkeit der Österreicher gegenüber Menschen fremder Herkunft appellierte“.
Diese Biographie ist eine Pflicht-Lektüre, das Buch erscheint Ende Februar.
27. 3. 2017, 19 Uhr, Thomassaal der Dominikaner (Postgasse 4, Wien 1);
31. 3. 2017, 18 Uhr, Kirchberg am Wechsel (Pfarrkirche, Florian-Kuntner-Platz 4);
1. 4. 2017, 18.30 Uhr, Gedächtnismesse und Buchpräsentation, Wiener Neustadt, Dom bzw. Bildungszentrum (Domplatz 3-11).