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kathbild.at/Rupprecht
22.01.2017

Tanzen einst und jetzt

Tanzen ist in der Bibel ein Ausdruck der Fröhlichkeit und des Gebetes.

 

Für den Israeliten gehört Tanz zum Alltag und da er sein Leben immer als ein von Gott geschenktes Leben versteht, sind Alltagsleben und religiöses Leben nicht voneinander zu trennen.

 

Getanzt wird

  • als Ausdruck der Freude über die  Vielfalt der Schöpfung,
  • über einen Sieg über Feinde oder
  • der unerwarteten Wende einer aussichtlosen Situation.

Der Tanz ist Ausdruck von Festlichkeit, Fröhlichkeit und Freude. Anlässe dazu gibt es immer wieder.

 

Der Tanz ist auch Ausdruck des Gebetes.

Wenn von „Chorgesang“ gesprochen wird, ist immer Tanz  - zumindest in den einfachsten Bewegungen - mitzudenken. Zu dieser Form des Gotteslobes versammeln sich alle Generationen: „Dann freut sich das Mädchen beim Reigentanz, Jung und Alt sind fröhlich.“ (Jer 31, 13) Tanz ist schließlich auch Zeichen der Hingabe an Gott (wie bei David).

 

„In der Nähe des Hauses hörte er Musik und Tanz“ (Lk 15, 25) – den Satz aus dem Lukasevangelium möchte ich auch auf Pfarrzentren anwenden. In zahlreichen Pfarren gehört der Pfarrball zu den Höhepunkten des Jahres.

 

Dem Tanz begegnen wir dort aber durchs  ganze Jahr: als Tanz in den Mai, in der Gestalt von Volkstanz- oder Folkloregruppen, in Jungscharstunden, Eltern-Kind-Gruppen und LIMA-Runden,  regelmäßigen Treffen von Gruppen „Tanzen ab der Lebensmitte“, in Pfarrsälen oder in Seniorenheimen. 

 

„Tanz dich frei“, ebenfalls ein Tanz-Angebot einer Pfarre,  besagt, dass Tanz etwas im  Menschen in Bewegung bringt - innerlich und äußerlich. Er wäscht den Staub des Alltags ebenso von der Seele wie er Menschen zusammenführt.

 

Wir führen in den Pfarren Menschen zueinander – ist das nicht Grund für uns zur Freude?