Es ist zwar schon das x-te Buch über die Familien-Bischofssynode und das Päpstliche Schreiben „Amoris laetitita“, das ich in den vergangenen Monaten lesen durfte. Aber auch dieses Buch – „Ganz familiär. Die Bischofssynode 2014/2015 in der Debatte“ (Verlag Friedrich Pustet) – birgt noch so manche Überraschung.
Wer sich grundsätzlich über das päpstliche Schreiben „ Amoris laetitita “ („Die Freude der Liebe“) informieren möchte, wird bei dem fundierten Beitrag der Münsteraner Dogmatikprofessorin Julia Knop fündig. Klaus Müller, Philosophieprofessor in Münster, beleuchtet in seinem Beitrag die medialen Strategien rund um die Familiensynode.
So etwa die literarischen Reaktionen jener paar Kardinäle, die „Amoris laetitia“ kritisieren. Dabei wäre auch den Kardinälen äußerst hilfreich, wenn sie den Beitrag des Münsteraner Generalvikars Norbert Köster über „Papst Franziskus und die jesuitische Art der Entscheidungsfindung“ lesen würden. Da gibt es für jeden, für jede ein Aha-Erlebnis.
Bemerkenswert für Papst Franziskus ist der „Prozess“-Gedanke, es ist daher wichtig, bei den neuen päpstlichen Dokumenten zwischen den Zeilen zu lesen. Letztlich ist eine Bischofssynode, wie Franziskus sie versteht, so etwas wie eine kleine Schwester des Konzils.
Auffallend in den vielen Beiträgen des Sammelbandes ist das durchgehende Lob für unseren Kardinal Christoph Schönborn, der als Moderator der deutschen Sprachgruppe („Circulus Germanicus“) gemeinsam mit so unterschiedlichen Kardinälen wie Gerhard Ludwig Müller und Reinhard Marx Wesentliches für das Schluss-Dokument der zweigeteilten Bischofsynode 2014/2015 erarbeitet hat.
Ein äußerst empfehlenswertes Buch!