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05.01.2017
Fortsetzung der Reihe am 17. Jänner 2017

"Poetikdozentur" an Uni Wien mit Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe

Hoppe griff mehrfach religiöse Themen auf.

Die Berliner Schriftstellerin und Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe setzt mit Ausführungen über "Mündlichkeit und Schriftlichkeit" in Literatur und Religion die Wiener "Poetikdozentur" fort: Am Dienstag, 17. Jänner 2017, spricht die Autorin um 18.30 Uhr im Hörsaal 47 der Universität Wien im Rahmen dieser ambitionierten Projekt der Katholisch-theologischen Fakultät.

 

Hoppes Vortrag ist der fünfte der Reihe; vor ihr beleuchteten Sibylle Lewitscharoff und Nora Gomringer - ebenfalls Büchner-Preisträgerinnen -, Thomas Hürlimann und Alois Brandstätter aus je eigenem Blickwinkel das Verhältnis von Literatur und Religion. Dabei hat sich laut dem Wiener Dogmatikprofessor Jan-Heiner Tück, Initiator der Poetikdozentur, gezeigt, dass in der zeitgenössischen Literatur eine Abkehr von der Ausgrenzung von Metaphysik und Transzendenz feststellbar sei. Dadurch blieben "Überhangfragen" offen, die heute wieder stärker ins Bewusstsein rücken.

 

Felicitas Hoppes Bücher - sie schreibt seit 1996 Romane und Erzählungen - kreisen immer wieder um das "Geheimnis der Identität" und die "Wahrheit" der Fiktion. 2012 erschien ihr vielbeachteter Roman "Hoppe", zuvor ihr Roman "Johanna" (2006) über die Jungfrau von Orleans. In ihren Augsburger Vorlesungen "Sieben Schätze" (2009) widmete sie sich religiösen Fragen.

 

In Wien stellt sie unter dem Titel "Und schrieb in den Sand ..." am 17. Jänner eine Szene aus dem Johannes-Evangelium ins Zentrum: Alle zeigen mit dem Finger auf die ertappte Ehebrecherin, nur Jesus widmet sich scheinbar anderem...