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13.12.2016

Flüchtlingskind in Gottes Hand

Das Weihnachtsevangelium ist politischer denn je, betonen zwei Neutestamentler.

Eigentlich ist die Weihnachtsgeschichte „ein Skandal“, schreiben die beiden Neutestamentler Thomas Söding (Bochum) und Robert Vorholt (Luzern) in ihrem Buch „Das Flüchtlingskind in Gottes Hand.

 

Die Aktualität der Weihnachtsbotschaft“ (Patmos-Verlag). Denn, so die beiden: „Wie kann es sein, dass eine hochschwangere Frau sich auf eine lange Reise machen muss? Wie kann es sein, dass ein Neugeborenes in einer Krippe liegt? Wie kann es sein, dass ein König kleine Kinder ermorden lässt, um seinen Thron zu sichern? Wie kann es sein, dass er eine Familie mit einem Säugling in die Flucht treibt?“


Dieser Skandal spielt sich auch heute ab, im Nahen Osten und in Europa. Die Christinnen und Christen, die das Weihnachtsfest feiern, sind gefragt: Wie bringen sie ihren Glauben in die Politik und in die Werke der Barmherzigkeit ein, die die Politik nicht garantieren kann? Denn  „das Weihnachtsevangelium ist politischer denn je“. Und die Politik muss mehr denn je vom Weihnachtsfest inspiriert werden.


Das Buch bringt interessante Facetten zum Ägypten-Bild in der Bibel, es erläutert die Kindheitsevangelien, die Lukas („Der König in der Krippe“) und Matthäus („Der Messias auf der Flucht“) in ihren Evangelien an den Anfang gestellt haben.

 

Auch werden Details aus den nicht kirchlich anerkannten Kindheitsevangelien miteinbezogen, die für die Ausgestaltung des Weihnachtsfestes in der Geschichte bemerkenswerte Aspekte beigesteuert haben. So verortet die westliche Christenheit den Geburtsort in einem Stall, die östliche Tradition hingegen in einer Höhle.