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20.11.2016
Karl-Heinz Fleckenstein über die faszinierende „Botschaft der Wüste“.

Botschaft der Wüste

Karl-Heinz Fleckenstein über die faszinierende „Botschaft der Wüste“.

 

„Alles Große kommt aus der Stille“, wusste schon der große steirische Priesterschriftsteller Martin Gutl. Und wo sonst als in der Wüste werden die tiefsten mystischen Erfahrungen gemacht, damals und heute. Tagsüber die sengende Hitze, nächtens die eisige Kälte. Auf der Suche nach Orientierung und Sinn kann die Wüste zum Wendepunkt werden.


Die drei großen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam nahmen in der Wüste als „Ort des Hinhörens, des Gebets und der Gottesbegegnung ihren Ausgangspunkt“, schreibt Karl-Heinz Fleckenstein in seinem Buch „Botschaft der Wüste“ (Tyrolia-Verlag).

 

Der Heilig-Land-Kenner Fleckenstein erzählt von den großen biblischen Gestalten wie Abraham, Mose, Elija, Johannes dem Täufer und Jesus, die durch Erfahrungen in der geologischen und spirituellen Wüste den Aufbruch gewagt haben. Jesus hat wie Mose und Elija 40 Tage in der Wüste gefastet.

 

Im frühen Christentum waren es dann die Mönche, die als Wüstenväter durch ihren Rückzug in die Stille und Einöde die Spiritualität der Wüste prägten.

 

Es gibt bei den Wüstenvätern zwei verschiedene Klostertypen: Entweder lebt ein Mönch isoliert in seiner eigenen Zelle in einer  sogenannten „Laura“ oder in einem „Coenobium“ – hier führen die Mönche ein gemeinschaftliches Leben.
Die vielen Bilder im Buch zeigen die faszinierende Wüste Sinai und die Wüste Juda, auch mit den heutigen Bewohnern, den Beduinen.

 

Ein arabisches Sprichwort bringt die Wüste auf den Punkt: „Die Wüste ist der Garten Allahs, aus dem er alles Überflüssige entfernt hat.“