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16.11.2016
Zum Hirtenbrief von Kardinal Schönborn

Die Richtung ist Mission

"Missionarische Ausrichtung". Aus dem Hirtenbrief von Kardinal Schönborn.

Was Schokolade mit den Früchten des Heiligen Geistes zu tun hat
und was auch nicht.

 

Geteilte Freude ist doppelte Freude!“ Das mag für alles Mögliche gelten, aber definitiv nicht für Schokolade. Worüber freue ich mich? Was macht mein Herz froh? Worüber kann ich wirklich unsagbar dankbar sein?

 

Wenn die Sonne scheint. Der Ball im richtigen Fußballtor ist. Ein gutes Essen. Einen lang ersehnten Besuch. Eine bestandene Prüfung. Strahlende Kinderaugen…

 

Wenn ich so etwas erlebe, dann möchte ich es mit anderen teilen. Unbedingt! Wie mache ich das? Erzählen – suboptimal. Warum? Besser ist, genau zu überlegen: Wie könnte der, dem ich davon erzählen möchte, die gleiche oder eine ähnliche Erfahrung auch machen, bzw. ob er schon mal eine ähnliche Erfahrung gemacht hat. Damit haben wir einen genialen gemeinsamen Ausgangspunkt… Und sind in einem wunderbaren Austausch; – geteilte Freude. Unsere Mission ist: Herausfinden, was Gott gerade tut, und uns daran beteiligen.

 

Jesus sagt seinen Jungs, als sie anfangen Pläne zu schmieden: Nein, keine Pläne! – „Ihr werdet die Kraft des Hl. Geistes empfangen…“ (Apg 1,8) Woran erkennen wir, dass der Hl. Geist wirkt? Paulus schreibt: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung … (Gal 5,22).

 

Es geht doch auch um Schokolade … aber unvergleichbar viel mehr ist die Freude, geliebt und angenommen zu sein, willkommen und zärtlich umarmt zu sein,… Dein Reich komme! Für alle! Wie eben Schokolade… da will ich dran riechen, die will ich schmecken, kauen, auf der Zunge zergehen lassen,… und nicht nur davon erzählt bekommen!