Der katholische Mann lebt, vertieft und bezeugt seinen Glauben in einer Gemeinschaft von Männern, die als Teil des Volk Gottes gemeinsam unterwegs sind“, sagt Diözesan-Männerseelsorger Willibald Steiner zum "SONNTAG". Am 6. November werden wieder tausende Männer bei der Männerwallfahrt der Katholischen Männerbewegung (KMB) zum Grab des heiligen Leopold nach Klosterneuburg pilgern. Treffpunkt: Ab 13.30 Uhr in der Weidlingerstraße in Klosterneuburg, Beginn der Prozession: 14 Uhr.
„Die Zusammenarbeit mit dem Bischof ist selbstverständlich, wenn wir uns auf Augenhöhe in einem respektvollen Miteinander für das Reich Gottes einsetzen. Das erleichtert unsere missionarische Aufgabe“, ist Steiner überzeugt.
Wie greift die Katholische Männerbewegung das auf, was die Männer heute bewegt? „Mit der Förderung der vollen Entfaltung des Mannseins; mit einem partnerschaftlichen Umgang und mit Solidarität in allen Lebensbereichen, insbesondere in Ehe und Familie“, zählt Steiner auf: „Dazu hilft, ausgehend und entwickelt aus den verschiedensten Lebenserfahrungen der Männer, eine Theologie des Mannes, die in der Kirche wirksam wird.“
Steiner über den Platz des Mannes in der Kirche: „Die Männer engagieren sich in den vielfältigen Aufgaben einer künftigen Pfarre, die aus dem gemeinsamen Priestertum aller lebt.“ Der katholische Mann „übernimmt Verantwortung in der Pfarre – auch im Pfarrgemeinderat; er ist aber auch im öffentlichen Leben, in Politik, Vereinen, Wirtschaft oder Kultur präsent und wirkt durch das Beispiel eines überzeugten Christen, der eine – ich möchte fast sagen – intime Beziehung zu Christus pflegt.“
Ob es daher einen spezifischen Auftrag des Mannes in der Kirche gibt? Steiner: „Der katholische Mann ist im gesellschaftspolitischen Leben ein wesentlicher Player, der für Frieden, Gerechtigkeit, Respekt eintritt.“
Und der katholische Mann ist „engagiert in Ehe und Familie, ein Freund der Hilfsbedürftigen, die am Rand der Gesellschaft stehen, sowie der Menschen anderer Religionen und gesellschaftlicher Gruppen“. So engagiert sich der katholische Mann in der Ökumene und in der Männerbewegung auch für Entwicklungspolitik. Die Unterstützung der Aktion „Sei so frei – Bruder in Not“ ist „ein starkes Markenzeichen unserer Bewegung“, unterstreicht Steiner.