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02.11.2016
Gedenken zu Allerseelen

Papst gedenkt auf größtem Friedhof Italiens der Toten

Danach Gebet von Franziskus unterhalb des Petersdoms vor Gräbern der verstorbenen Päpste.

Papst Franziskus hat zum Fest Allerseelen den größten Friedhof Italiens besucht. Mit einer Messe auf dem römischen Friedhof von Prima Porta gedachte er am Mittwochnachmittag, 2. November 2016 der Toten. Friedhöfe seien traurige Orte, weil sie an die Menschen erinnerten, die man verloren habe, sagte Franziskus in seiner Predigt. Christen hofften jedoch auf eine Auferstehung von den Toten. Davon zeugten die Blumen, die sie an die Gräber brächten. In einer Twitter-Botschaft hatte der Papst zuvor dazu aufgerufen, auch für jene Toten zu beten, an die niemand mehr denke.

Es war das erste Mal, dass sich Franziskus zu Allerseelen zu dem am nördlichen Stadtrand gelegenen Friedhof von Prima Porta begab. Mit einer Fläche von 140 Hektar gilt er als der größte Italiens. In den Vorjahren feierte der Papst die Allerseelenmesse wie seine Vorgänger Benedikt XVI. und Johannes Paul II. auf dem im Stadtzentrum gelegenen Friedhof "Campo Verano".

Nach dem Gottesdienst fuhr der Papst zurück in den Vatikan. In den Grotten unterhalb des Petersdoms betete er vor den Gräbern der verstorbenen Päpste.

Die Grotten liegen zwischen dem heutigen Fußboden der päpstlichen Basilika und der noch tiefer gelegenen Nekropole. Knapp zwei Dutzend Päpste sind hier beigesetzt, unter anderen Pius XII. (1939-1958), Paul VI. (1963-1978) und Johannes Paul I. (1978). Auch der Sarkophag von Johannes Paul II. (1978-2005) befand sich bis zu dessen Umbettung in eine Seitenkapelle des Peterdoms im Jahr 2011 in den Grotten. Ebenfalls in den Grotten begraben ist Kaiser Otto II. (973-983).