Kardinal Christoph Schönborn hat in einem Schreiben an den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. die Verbundenheit des orthodoxen Kirchenoberhaupts mit Österreich hervorgehoben und dafür gedankt. Das Schreiben wurde am Mittwoch, 2. November 2016 von der Erzdiözese Wien veröffentlicht. Anlass war der 25. Jahrestag der Amtseinführung des Patriarchen von Konstantinopel am 2. November 1991.
Wörtlich schreibt der Wiener Erzbischof: "Ihre Verbundenheit mit unserem Land hat mir - und den österreichischen Katholiken - immer große Freude bereitet. (...) Persönlich ist mir in besonderer Erinnerung der Abend des 18. März 2013, als wir am Vorabend der Amtseinführung von Papst Franziskus im Gästehaus Domus Sanctae Marthae mit ihm gemeinsam zu Tisch waren und Sie Ihre Verbindung zu Wien und Österreich durch die Stiftung 'Pro Oriente' ins Gespräch brachten. Es war das erste Mal, dass ein Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel an der Amtseinführung eines neuen Papstes teilnahm. Mir schien es in diesen Tagen, dass wir damit dem Gebet Jesu, 'Dass alle eines seien, damit die Welt glaubt', ein Stück näher gekommen sind."
Besuche von Bartholomaios, die Kardinal Schönborn in seiner Grußbotschaft anführt, waren 2004 (Ehrenzeichenverleihung der Republik und Ehrendoktoratsverleihung in Graz), die Kardinal-König-Preis-Verleihung 2007 sowie die Kloster-Grundsteinlegung in St. Andrä 2014. Er wolle - so Schönborn - für die vielen Ökumenebemühungen des orthodoxen Oberhaupts "ein aufrichtiges und inniges österreichisches 'Vergelt's Gott'" sagen.