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11.10.2016

Alltagtaugliches Christentum

Was der Glaube „bringt“: das jüngste Buch des Moraltheologen Matthias Beck.

 

 

„Christen wissen oft wenig über ihre eigene Religion.“

 

Dieser lapidare Satz ist der Ausgangspunkt für das jüngste Buch des Wiener Moraltheologen Matthias Beck: „Christ sein. Was ist das? Glauben auf den Punkt gebracht“ (Styria-Verlag).

 

Wenngleich das Christentum in Europa in einer Krise ist, sind viele Menschen auf der Suche nach Spiritualität und Ethik.

 

Das Buch versucht diese Lücke zu schließen, es will eine Verbindung von Ethik und Spiritualität herausarbeiten, und in kurzen Skizzen zeigen, was das Christentum ausmacht.

 

„Es soll für den Alltag taugen und gegenüber der säkularen Welt einen Mehrwert darstellen“, schreibt Beck.

 

Einer seiner Kronzeugen ist dabei Aristoteles, ein anderer Thomas von Aquin, wieder ein anderer Ignatius von Loyola.


Das Buch handelt von der Ethik und von der Frage nach dem Glück.

 

Weiters werden zentrale Inhalte des Christentums schlüssig dargeboten:

  • Zwei-Naturen-Lehre,
  • Dreifaltigkeit,
  • christliche Spiritualität,
  • Freiheit des Menschen,
  • Erlösung,
  • das Leid in der Welt
  • und Maria.

Nach der Behandlung der Sakramente stehen der Alltag und die Wissenschaften im Mittelpunkt.

 

Sehr empfehlenswert ist das Kapitel „Wie treffe ich eine gute Entscheidung?“

 

Danach konfrontiert Beck das Christentum mit der Psychologie, der Medizin, der Naturwissenschaft, mit Bildung, Politik, Wirtschaft und dem interreligiösen Dialog.

 

Dem Moraltheologen Beck gelingt es, pointiert zu formulieren: So lautet einer der Kernsätze im Kapitel über „Christentum und Politik“: „Die Trennung von Kirche und Staat ist eine hohe kulturelle Errungenschaft im Christentum.“