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kategoriale Seelsorge / wige
16.09.2016

Gelebte Barmherzigkeit: „Barmherzigkeit das eine, Gerechtigkeit das andere“

Karin Mattesengagiert sich in der Plattform für Geschiedene und Wiederverheiratete.

 

 

Es war Veränderung aus heiterem Himmel, als von meinem Mann das klare Aus für unsere Ehe kam“, schildert Karin Mattes.

 

22 Jahre war das Ehepaar verheiratet, drei Söhne und zwei Töchter entstammen der Verbindung.

 

„Das Heftige daran war, dass man mitten im Leben jemanden den Boden unter den Füßen wegzieht und das Nest der Familie zerstört“, beschreibt sie.

 

Während der Zeit der Scheidung lernt sie ihren zweiten Mann kennen. „Ich wollte mich nicht in eine neue Partnerschaft flüchten, mit der Zeit hat sich eine neue Beziehung ergeben.“

 

Karin und Josef sind nun elf Jahre verheiratet. Ihre persönliche Erfahrung bringt Karin bei der WIGE ein.

 

Die Plattform für Geschiedene und Wiederverheiratete in der Kirche bietet einen „Raum der Einladung“, so Mattes. „Es sind weit mehr Frauen als Männer, die uns kontaktieren.“

 

Die WIGE als Angebot zur Selbsthilfe, „ein Gespräch im geschützten Raum, Fragen stellen, wie es weitergehen kann“, unterstreicht die ehrenamtliche Vorsitzende.

 

„Barmherzigkeit ist das eine, Gerechtigkeit das andere“, beschreibt sie die Situation vieler in Trennung, neuer Beziehung und bewusstem Glaubensleben.

 

Dabei sei wichtig, „dass es  vom Herzen her den positiven und liebenden Blick auf den Nächsten gibt, der nicht bewertet und abkanzelt.“

 

Der jeweilige Priester hat dabei eine große Rolle dabei, weiß Mattes.  Die Broschüre „Aufmerksamkeiten“ ist dabei eine wichtige Handreichung für Betroffene und seelsorglich Tätige.

 

„Es geht nicht um das Vertrösten,  sondern darum, wie kann ich im Sinne des Evangeliums damit umgehen.“