Die Italiener nennen es „Ferragosto“: Um Maria Himmelfahrt herum verebbt das öffentliche Leben in Rom.
Versuche, in dieser Ferienzeit irgendwelche Geschäftstätigkeiten durchzuführen, sind zu kläglichem Scheitern verurteilt.
Auch rund um den Petersplatz wird es ungewöhnlich ruhig. Papst Franziskus nimmt nur wenige öffentliche Termine wahr, die Kongregationen und Päpstlichen Räte sind zwar nicht geschlossen, aber vieles läuft auf Sparflamme: Urlaubszeit auch im Vatikan.
Die Mitarbeiter, die hier tätig sind, nutzen die Tage zur Reise in die Heimat – für Besuche bei Familie und Freunden, aber nicht nur: Für viele von uns Priestern sind diese Urlaubstage geprägt von Aushilfen in Pfarren, Sakramentenspendungen – Taufen, Hochzeiten – und nicht zuletzt auch von Treffen mit den Mitbrüdern daheim.
Unverändert sind wir priesterlichen Mitarbeiter im Vatikan ja unserer Herkunftsdiözese bzw. der jeweiligen Ordensgemeinschaft zugeordnet („inkardiniert“) – eine Zugehörigkeit, die gepflegt sein will!
Viel zu bald ist die Rückreise da, mit zahlreichen Eindrücken und Impulsen von daheim, wo auch immer das für jeden einzelnen liegt.
So wird fruchtbar, was Papst Johannes Paul II. für die römische Kurie festsetzte: Bewusst sollen die Mitarbeiter „aus verschiedenen Gegenden des Erdkreises ausgewählt werden, sodass die Kurie den universalen Charakter der Kirche zum Ausdruck bringt“ (Art. 9 PB).