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08.08.2016
Menschenkette am 10. August

Jugendorganisationen setzen Zeichen gegen den Terror

Menschenkette rund um die Minoritenkirche in der Wiener Innenstadt am 10. August.

Mit einer Menschenkette rund um die Minoritenkirche in der Wiener Innenstadt wollen zahlreiche Jugendorganisationen am kommenden Mittwoch, 10. August 2016, ein Zeichen gegen den Terror setzen. Dementsprechend lautet das Motto der Aktion ab 17 Uhr auch "Gemeinsam gegen Terror". An der Aktion, die von der Bundesjugendvertretung initiiert wurde, beteiligen sich die Katholische Jugend, die Evangelische Jugend, die Muslimische Jugend, die Kolping Jugend und die Sozialistische Jugend.

Matthias Kreuzriegler, Vorsitzender der Katholischen Jugend, betonte im Vorfeld der Aktion gegenüber "Kathpress": "Entgegen der Ereignisse der letzten Zeit, die ein Bild von Zerrissenheit und Konflikt zwischen den Religionen zeichnen, wollen wir gemeinsam mit anderen, auch konfessionellen Jugendorganisationen ein starkes Zeichen der Solidarität, der Nächstenliebe und des Dialogs vermitteln." Die Katholische Jugend Österreich setze sich "für einen respektvollen, angstfreien Umgang zwischen den Religionen ein".

"Wir finden, dass verschiedene gesellschaftliche Gruppen näher zusammenrücken müssen, um die Botschaft auszusenden: Wir sind unterschiedlich, aber wir sind viele und wir alle sind gegen Terror und Gewalt", so Magdalena Schwarz, Geschäftsführerin der Bundesjugendvertretung, in einer Aussendung über das Ziel der Initiative. Gewalt könne niemals durch Passivität, sondern nur aktiv überwunden werden.

"Mit großer Erschütterung haben wir die Berichte über die Gewalttaten, Amokläufe und Terrorakte der letzten Wochen wahrgenommen", heißt es in einer Aussendung der Veranstalter. Mit ebenso großer Erschütterung nehme man auch wahr, "wie sehr durch die Vorkommnisse eine Kette an Schuldzuweisungen und Angst in Gang gesetzt wird". Deshalb wolle man gemeinsam ein Zeichen setzten.

Treffpunkt für alle Teilnehmer ist um 17 Uhr auf dem Minoritenplatz. Jeder Teilnehmer sei eingeladen, ein Schild mitzunehmen mit der Aufschrift "XY gegen Terror" - und statt des Platzhalters ein Wort einzufügen, das ihn oder sie beschreibt: "Jugendlicher", "Christin", "Muslima", "Stockerauer", "Lehrling" ... der Phantasie seien dabei keine Grenzen gesetzt, heißt es von Seiten der Veranstalter.