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08.08.2016
Drei syrisch-orthodoxe Christen aus Aleppo werden studieren

Heiligenkreuz: Hochschule nimmt Studenten aus Syrien auf

Drei syrisch-orthodoxe Christen aus der heftig umkämpften Stadt Aleppo werden künftig an der Philosophisch-theologischen Hochschule Benedikt XVI. im Wienerwald studieren.

Die Philosophisch-theologische Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz wird im kommenden Studienjahr drei orthodoxe Studenten aus Syrien aufnehmen. Die drei stammen aus der seit Jahren und derzeit besonders heftig umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo. Die Initiative erfolgt auf Bitte des in Österreich tätigen syrisch-orthodoxen Chorepiskopos Emanuel Aydin, wie das Stift Heiligenkreuz auf seiner Website mitteilte. Es gehe darum, "den syrischen Christen so gut es geht zu helfen", hieß es. Es sei auch schon lange Tradition an der Hochschule, dass man den einen oder anderen orthodoxen Studenten einlade und studieren lassen. "Da in Syrien gerade Horror und Chaos herrschen, wollen wir dieses Engagement verstärken."

 

In erster Linie gehe es freilich um Hilfe vor Ort für die Christen, wie dies auch die Bischöfe des Orients wollen, hieß es weiter. Die jungen Leute, die nun in Heiligenkreuz studieren, würden deshalb auch nach dem Studium in ihre Heimat zurückkehren "und dann alle Hände voll zu tun haben, um Syrien wieder aufzubauen".

 

Mehr als 250 Vollzeitstudenten und 40 Gasthörer waren zuletzt an der Hochschule inskribiert. Mehr als die Hälfte der rund 300 Studierenden sind Ordensleute und Priesteramtskandidaten. Die Hochschule ist somit die größte Priesterausbildungsstätte im deutschen Sprachraum.