1216 hat Papst Honorius III. jenen Orden bestätigt, den der später heiliggesprochene Dominikus (1170-1221) gegründet hat, um das Evangelium neu zu verkünden.
Der Begleitband zur großen Dominikaner-Ausstellung in Regensburg, die bis zum 15. August läuft, versammelt unter dem Titel „Mehr als Schwarz und Weiß. 800 Jahre Dominikanerorden“ (Verlag Friedrich Pustet) eine bunte Vielfalt von Beiträgen über den Orden, der so große Namen wie
hervorgebracht hat.
Gerade die Kapitel über „Albertus Magnus als Naturphilosoph“, „Thomas von Aquin und der Dominikanerorden“ und der Beitrag über die „Dominikanische Mystik“ seien besonders hervorgehoben.
Nicht verschwiegen wird in dem Buch auch die dunkle Seite der Ordensgeschichte, hier seien als Stichworte die „Inquisition“ und die Verwicklung der Dominikaner im Kampf gegen Ketzer und „Hexen“ genannt.
Generell muss dabei daran erinnert werden, dass die Dominikaner die sogenannten mittelalterlichen Ketzer wie Katharer und Albigenser nicht mit Waffengewalt (wie damals gewöhnlich üblich), sondern mit der Kraft des Wortes und der Predigt zu überzeugen versuchten.
Die Predigt und das lebenslängliche Studium sind daher auch die Kennzeichen des „Predigerordens“ bis heute.
Schwarz und Weiß, diese Kombination prägt das äußere Erscheinungsbild des Dominikanerordens.
Gegenwärtig gehören rund 5.700 Brüder, 30.000 Schwestern sowie zahlreiche weitere Frauen und Männer der weltweiten dominikanischen Gemeinschaft an.