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19.07.2016

Neues Leben an der Taufstelle Jesu

Das Gelände ist immer noch gespickt von Minenfeldern inmitten von Klosterruinen.

In der Stille am Ufer des Jordan, eine halbe Autostunde von Jerusalem entfernt, 400 Meter unter dem Meeresspiegel, scheint das Echo wichtiger biblischer Szenen nachzuschwingen:

 

  • Von hier aus fuhr der Prophet Elia in einem Feuerwagen zum Himmel.
  • Von hier überquerten die Israeliten  trockenen Fußes mit der Bundeslade den Fluss und gelangte so in das gelobte Land.
  • Hier wurde Jesus von Johannes getauft.


Ein heiliger Ort, seit Jahrhunderten verehrt, wurde nach dem Sechstagekrieg 1967 zur militärischen Zone erklärt. Das Gelände ist immer noch gespickt von Minenfeldern inmitten von Klosterruinen.


Nun haben verschiedene Kirchen von Jerusalem und die britische NGO „Halo Trust“ die Entscheidung gefällt, das Gebiet zu entminen.

 

Ein Projekt, das die Unterstützung aller braucht. Vier Millionen Dollar sind dafür erforderlich. Halo Trust ist eine Organisation, die 1988 zur Entminung von Kriegsgebieten gegründet wurde, auch auf Anregung von Prinzessin Diana hin.


P. Sergio Galdi, der Sekretär der Kustodie des Heiligen Landes, bezeichnete das Projekt als eine wichtige ökumenische Initiative, da es die großen Kirchen des Heiligen Landes in einer engen, gemeinsamen Zusammenarbeit vereint: die Griechisch-Orthodoxen, Armenier, Syrer, Kopten, Äthiopier sowie die russisch-orthodoxe  und rumänische Kirche.