Montag 22. Juni 2026

Schnellsuche auf der Website

12.07.2016

Weltjugendtag: „Kirche ist pilgerndes Gottesvolk“

Wiener Fußpilgergruppe startete vom Stephansdom zum Weltjugendtag nach Krakau.

15 Jugendliche und junge Erwachsene aus Österreich, Deutschland und Frankreich machten sich am Dienstag, 12. Juli 2016 vom Stephansdom aus auf den Weg. Die nächsten 14 Tage sind sie über Wien nach Polen zum Weltjugendtag nach Krakau unterwegs. Den Großteil der Strecke zu Fuß, ein kleiner Teil mit dem Zug.

 

Pilgerbuch, Wasserflasche, Blasenpflaster

Der Wiener Weihbischof und „Jugendbischof“ Stephan Turnovszky begleitet die Pilgergruppe. Beim Gottesdienst in der Kreuzkapelle im Stephansdom unterstrich er das „Unterwegs sein miteinander“. Bischof Turnovszky nahm dabei Bezug auf das Zweite Vatikanische Konzil das sagt: „Kirche ist pilgerndes Gottesvolk, Kirche unterwegs“. Das Wallfahren stellt „Kirche im Kleinen dar und bringt das ins Leben, was Kirche ist“.

 

Judith Werner ist pastorale Mitarbeiterin der Ministrantenseelsorge der Erzdiözese Wien und Organisatorin der Fußwallfahrt nach Krakau. Werner schildert zu den Etappen: „Wir gehen jeden Tag um die 25 bis 30 Kilometer über das Weinviertel und den Jakobsweg bis ins tschechische Brünn, dann geht es mit Zug nach Ostrau und von dort zu Fuß weiter nach Krakau.“ 350 Kilometer Fußmarsch werden es letztendlich sein. Pilgerbuch, Wasserflasche und Blasenpflaster sind mit im Gepäck. Werner ist eine erfahrene Weltjugendtagspilgerin: „Ich finde es schön mit jungen Menschen tagelang unterwegs sein zu können, da kommt es zur vertiefenden Begegnung und das finde ich einfach schön.“

 

Daniel Palmanshofer begleitet die Gruppe und wird ständig von der Route berichten: „Ich versuche, das zu teilen was wir erleben und auch die Teilnehmer ein wenig informieren, was uns in Krakau erwartet.“

 

Nur das Nötigste dabei

Raphaela Knapp aus Innsbruck geht es „relativ spontan an“. Die Kindergärtnerin hat die Möglichkeit des Fußmarsches via Internet gefunden. Julie Duhesme kommt aus Frankreich und wollte „schon immer eine Fußwallfahrt machen in einfachen Verhältnissen“. Übernachtet wird auch in einfachen Quartieren.

 

Jugendbischof Stephan Turnovszky, der die Fußpilger begleitet hat folgendes im Rucksack: „Nur das Nötigste, was ich für den Tag brauche, einen Regenschutz, das Brevier, eine Wasserflasche, ein Sonnenschutz und Proviant“. Der „Jugendbischof“ ist begeisterter Wanderer und Pilger nunt auch nach Krakau: „Da wächst man immer mehr hinein“, freut er sich auf die kommenden Etappen.