Drei Prägungen haben das Leben von P. Georg Sporschill SJ geformt, schreibt Kardinal Christoph Schönborn in dem von Dominik Markl SJ herausgegebenen Buch „elijah & seine Raben. Wie Georg Sporschill die Bibel für das Leben liest“ (Amalthea-Verlag).
Die Exerzitien des heiligen Ignatius von Loyola seien Sporschills erste Lebensschule. Die Bibel sei für den Jesuiten Sporschill gleichsam ein „Handbuch für die Sozialarbeit“.
Die zweite große Lebensschule sei die Freundschaft mit Kardinal Franz König und Kardinal Carlo Maria Martini, letzterer auch ein Jesuit.
Die wichtigste Schule des Lebens in der Nachfolge Jesu seien für Sporschill aber die Armen.
Schönborn: „Was 1991 in Bukarest begann, wurde zu deiner Lebensaufgabe, die sich in den Sozialprojekten Concordia und Elijah verwirklicht.“
In dem Buch sind 101 „Bimails“ versammelt, Geschichten zu einem Bibelvers, die in der Tageszeitung „Die Presse“ erschienen sind.
Darin erzählen Georg Sporschill, seine langjährige Mitarbeiterin Ruth Zenkert, sein Studienfreund Josef Steiner und der Bibelwissenschaftler Dominik Markl meist Geschichten zu einer Stelle aus den Abschiedsreden im Johannesevangelium (Kapitel 13 bis 17).
Sporschills neues Projekt mit Roma-Kindern in Siebenbürgen heißt „Elijah“ nach dem biblischen Propheten. In Rumänien ist „Rabe“ ein Schimpfwort für Roma.
In der Bibel bringen die Raben dem Propheten Elijah Brot und Fleisch zum Überleben. „Für Elijah waren die Raben Lebensretter“, schreibt Dominik Markl SJ.
P. Georg Sporschill ist für viele Arme im unbeachteten Südosten Europas zum Lebensretter geworden.