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29.06.2016
Journalistenpreis in Erinnerung an den großen sozialen Mahner

Prälat-Leopold-Ungar-Journalistenpreis 2016 ausgeschrieben

Wiener Caritas und Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien prämieren sozial engagierten Journalismus in Bereichen Print, TV, Hörfunk und Online.

Der "Prälat-Leopold-Ungar-JournalistInnenpreis" ist zum 13. Mal ausgeschrieben worden. Die Caritas der Erzdiözese Wien und die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien zeichnen damit Medienschaffende für herausragende journalistische Arbeiten aus, die sich mit sozialen Themen wie Armut, Pflege, Flucht, Integration, Krankheit oder Diskriminierung auseinandersetzen und Toleranz im Umgang mit "Menschen an den Rändern der Gesellschaft" fördern. Der Preis wird in den vier Kategorien Print, TV, Radio und Online vergeben. Er ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert und damit der höchstdotierte Medienpreis in Österreich. Namensgeber der Auszeichnung ist der legendäre frühere Caritas-Präsident Prälat Leopold Ungar (1912-1992).

 

„Stimme geben, die andernfalls nicht gehört wird“

Der Leopold-Ungar-Preis zeichne Journalismus aus, der zur Sprache bringt, worüber andere lieber schweigen und jenen eine Stimme gibt, die andernfalls nicht gehört würden, erklärte Caritas-Präsident Michael Landau. "Dieser Preis ist damit all jenen gewidmet, die für Themen einstehen, die keinen Aufschub dulden. Das gilt umso mehr für eine Zeit, in der die Nachrichten wie das Wetter auf uns hereinbrechen: Armut, Einsamkeit oder Arbeitslosigkeit in Österreich, der Krieg in Syrien und eine Krise des Vertrauens gegenüber Parteien, Institutionen, dem Staat aber auch gegenüber den Medien selbst." Guter Journalismus, der abwäge, einordne und einer gründlichen Recherche zugrunde liege, sei aktuell "so wichtig wie schon lange nicht", betonte Landau.

 

Unbeirrtes Fragen, ein Fokus auf das Wesentliche und Dingen auf den Grund zu gehen, ergänzte Raiffeisenlandesbank-Generaldirektor Klaus Buchleitner als wesentliche Attribute von Qualitätsjournalismus. Die Träger des Prälat-Leopold-Ungar-Preises würden diese Professionalität verbinden, "mit der nötigen Empathie und dem genauen und unbeirrbaren Blick auf soziale Missstände, Ungerechtigkeit und fragwürdige gesellschaftliche Entwicklungen".

 

Für den Prälat-Leopold-Ungar-Journalistenpreis können journalistische Arbeiten eingereicht werden, die zwischen 1. September 2015 und 31. August 2016 in Österreich veröffentlicht wurden. Die Einreichfrist endet am 1. September 2016. Die Preisträger werden am 10. November 2016 im "magdas Hotel" der Caritas in Wien-Leopldstadt ausgezeichnet. Unter den bisherigen Preisträgern finden sich viele renommierte Journalisten wie Florian Klenk, Barbara Stöckl, Christian Schüller, Bernt Koschuh, Kurt Langbein und Irene Brickner. Die Preisträger 2015 waren Duygu Özkan (Die Presse), Monika Kalcsics (Ö1), Mirjam Unger (ORF), Simon Hadler (orf.at) und Eva-Maria Hinterwirth (ORF).