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Der Sonntag
02.06.2016

Gelebte Barmherzigkeit: Helfer mit einem „erfüllten Herzen“

Walter Hannes Seiberler unterstützt die Ärzte des Louisebusses der Wiener Caritas.

 

Das erste Jahr bin ich häufig schnuppern gegangen“, schildert Walter Hannes Seiberler. Die Arbeit mit obdachlosen Menschen interessierte ihn.

 

Über einen Bekannten aus seiner Pfarre Cyrill und Method lernt er die Tätigkeit des Louisebusses der Wiener Caritas kennen. Dieser bietet bei Obdachloseneinrichtungen und bei U-Bahnstationen medizinische Hilfe an.

 

Aus dem Schnuppern wurde mehr, seit 2015 hilft Seiberler donnerstags beim Standort am Wiedner Gürtel mit.


Bis zu 35 Klienten gilt es zu versorgen. Seiberler fährt den Bus und unterstützt Ärztin Monika Stark beim Blutdruckmessen, Herrichten von Spritzen und beim Verbinden von Wunden.

 

Ihn beschäftigen die Lebensumstände der Menschen: „Wie würde es mir gehen, wenn ich zum Louisebus komme, weil ich keine Wohnung und ärztliche Möglichkeiten habe?“

 

Aus dieser Sicht macht es ihm Freude zu helfen, „es geht einem besser“, unterstreicht der frühere Buchdrucker und Verkäufer. „Mir ist es lieber, mein Herz nicht anzufüllen, sondern mein Herz erfüllt zu haben, wenn ich heimkomme.“

 

Den Begriff der Barmherzigkeit möchte er ein wenig abändern auf „Warmherzigkeit, das hat mehr mit dem Herz zu tun.“


Neben dem Louisebus unterstützt er auch das Jugendrotkreuz.

 

Mehrmals wöchentlich transportiert Seiberler das Equipment für Kurse in Volksschulen, wo die Kinder an Puppen kennen lernen, wie Beatmung und Bewegung des Herzens funktionieren.

 

Damit hat sein Tun einen mehrfachen „herz“-lichen Impact.