Sieben Pfarren aus der Erzdiözese Wien und eine Pfarre aus der Diözese Graz-Seckau sind von Umweltminister Andrä Rupprechter für ihr Umweltengagement ausgezeichnet worden. Sie erhielten bei der EMAS-Konferenz 2016 im Wiener Museums-Quartier am 18. Mai 2016 in der EMAS-Kategorie Belobigungen als "beste Umweltteams 2016". Die ausgezeichneten Pfarrgemeinden sind Absdorf, Stockerau, Cyrill & Method, Erlöserkirche, Franz von Sales, Lainz und Lanzenkirchen sowie Gratkorn (Steiermark).
Pfarrer Wolfgang Fank aus dem steirischen Dechantskirchen stellte bei der Tagung die "wunderbare Photovoltaikvermehrung" in seiner unter "Best of Klimaschutz" ausgezeichneten Pfarre vor: Mit dem Erlös aus den 2005 für die erste Anlage gesammelten Spenden wurde 2012 im Kindergartenbereich eine zweite Anlage errichtet, 2014 hat sich die Pfarre außerdem an einer PV-Anlage der Stadtwerke Hartberg beteiligt, finanziert mit den Einnahmen der ersten und zweiten PV-Anlage. "In zwei Jahren werden wir eine weitere PV-Anlage in einer Missionsstation finanzieren", kündigte Pfarrer Fank an.
Mit ihrer Initiative wurde die Pfarre Dechantskirchen zum Öko-Vorreiter in der Region: Zwölf Prozent der Privathaushalte haben bereits eine eigene PV-Anlage oder sind an einer pfarrlichen Gemeinschaftsanlage beteiligt.
Der EMAS(=Eco-Management and Audit Scheme)-Preis wird seit 1995 als Auszeichnung des Umweltministeriums für Betriebe und Organisationen verliehen, die ein vorbildhaftes Umweltmanagement betreiben. Alle in Österreich EMAS-registrierten Organisationen sind am Wettbewerb teilnahmeberechtigt. Österreichweit gibt es mehr als 20 weitere Pfarren und andere kirchliche Einrichtungen, die sich zu EMAS bekennen. EMAS bietet eine Chance, die bisherigen Umweltaktivitäten in ein Gesamtsystem einzufügen und dem Engagement damit Dauerhaftigkeit zu verleihen.
Für Markus Gerhartinger, den Umweltbeauftragten der Erzdiözese Wien und Leiter des Umweltbüros der Katholischen Aktion, waren die Auszeichnungen Anlass für große Freude darüber, dass "das große ehrenamtliche pfarrliche Engagement für unsere Schöpfung hier von oberster staatlicher Stelle gewürdigt worden" sei. Dass die "EMAS"-Pfarren auf dem richtigen Weg sind, zeigten auch die Beschlüsse der Bischofskonferenz im Gefolge der Papstenzyklika "Laudato si", die klare Einsparungsziele im Dienst der Schöpfungsgerechtigkeit vorgeben, betonte Gerhartinger. Die Bildung eines Umweltteams in der Pfarre sei wesentlich für den Erfolg des Umweltmanagements.
Für 2016/17 kündigte der Umweltbeauftragte einen Ausbildungslehrgang für kirchliche EMAS-Interessenten an. Info unter Tel.: 0664/885.22.785 oder E-mail: m.gerhartinger@edw.or.at).