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13.05.2016
KAÖ-Präsidentin zum zweiten Wahlgang

Schaffelhofer zur Wahl: Sich auf Glauben berufen ist zu wenig

Präsidentin der Katholischen Aktion: Bundespräsidentenwahl ist "Richtungsentscheidung".

Die Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), Gerda Schaffelhofer, hat dazu aufgerufen, für die Bundespräsidenten-Stichwahl die Kandidaten "genau unter die Lupe zu nehmen". Für eine verantwortbare Entscheidung solle man sich nicht vom vordergründigen Augenschein leiten lassen, riet Schaffelhofer am Freitag, 13. Mai 2016 in einer Aussendung. Aus christlicher Sicht sei es jedenfalls zu wenig, "wenn ein Kandidat sich auf den christlichen Glauben oder christliche Werte beruft", müsse ein derartiges Bekenntnis doch auch "mit dem Leben und Handeln übereinstimmen".

 

Um die in der Bibel bezeugte Menschenfreundlichkeit in die Praxis umzusetzen, sei mehr als nur ein Lächeln nötig, so die KAÖ-Präsidentin. Was zähle, sei aus ihrer Sicht vielmehr "gelebte Solidarität vor allem mit den Schwachen und Hilfsbedürftigen, und dazu zählen ohne Zweifel die Flüchtlinge". Mit "nationaler Abschottung und einer Verweigerung von europäischer und internationaler Solidarität" lasse sich gelebtes Christentum nicht vereinbaren.

 

An alle wahlberechtigten Bürger appellierte Schaffelhofer, am 22. Mai zur Wahl zu gehen. Eine niedrige Wahlbeteiligung wäre ein "schlechtes Zeichen für den Zustand der Demokratie in Österreich". Schaffelhofer: "Es geht bei dieser Bundespräsidentenwahl auch um eine Richtungsentscheidung. Gleichgültigkeit wäre hier fehl am Platz".