Pater Josef Keler, früherer Provinzial und Missionsprokurator der Salesianer Don Boscos und rund 30 Jahre Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Missionierenden Orden, wurde am Dienstag, 3. Mai 2016, mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Die Laudatio bei der Verleihung im Palais Niederösterreich in Wien hielt der emeritierte Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser. Er würdigte u.a. Kelers Einsatz für den Aufbau der Ordensgemeinschaften in den ehemaligen Ostblockländern und sein Engagement für die Länder des Südens, wie die heimischen Ordensgemeinschaften mitteilten.
Keler wurde 1939 in Mitterndorf (Steiermark) geboren. Er trat 1959 bei den Salesianern Don Boscos ein. Die Priesterweihe empfing er 1969. Er arbeitete im Schülerheim in Landeck, im Don Bosco Gymnasium Unterwaltersdorf, als Seelsorger in Klagenfurt-Siebenhügel und als Pfarrer in Wien-Stadlau. 1984 promovierte Pater Keler im Fach Pädagogik zum Doktor der Philosophie. Im selben Jahr wurde er zum Provinzial der österreichischen Provinz der Salesianer Don Boscos ernannt. Dieses Amt hatte er zwölf Jahre inne, bevor er als Direktor des Canisiusheims in Horn berufen wurde. Von 2002 bis 2013 war Keler Pfarrer in Graz. Zusätzlich wirkte er über Jahrzehnte als Missionsprokurator der Salesianer und als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Missionierenden Orden.
In seiner Funktion als Missions-Verantwortlicher der Orden war P. Keler u.a. mit Papst Johannes Paul II. und mit Mutter Teresa zusammengetroffen. Seine Reisen und Einsätze führten ihn u.a. nach Osttimor, Ghana, Kongo, Brasilien oder Argentinien. Erzbischof Kothgasser sagte in seiner Laudatio wörtlich: "Was mich und viele Menschen, die dem Geehrten begegnet sind, besonders beeindruckt, ist sein salesianischer Geist, seine Kontaktfreudigkeit, sei Gottvertrauen und sein erfrischender Humor."