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27.04.2016

Ein Seliger für Wien

Anfang Juni werden Reliquien des seligen Märtyrer-Priesters Jerzy Popieluszko nach Wien gebracht.

Jerzy Popiełuszko, 1947 geboren, war ein polnischer  Priester, der durch seine Unterstützung der Solidarnosc dem Staatssicherheitsdienst ein Dorn im Auge war und schließlich 1984 entführt, misshandelt und umgebracht wurde“, erzählt Moderator Alexander Fuchs (Pfarre St. Christoph am Rennbahnweg, Wien 22), Seelsorger der Polnischen Gemeinde in der Pfarre Maria Namen (Wien 16).

 

Popiełuszko wurde damals „zu einer Identifikationsfigur.

 

 

Die Menschen erlebten in ihm einen Seelsorger, der ihnen durch seinen priesterlichen Dienst, vor allem durch das Bußsakrament, durch die Eucharistiefeier und durch seine Predigten nahe war“, betont Fuchs.

  • Warum Reliquien des 2010 seliggesprochenen polnischen Priesters jetzt nach Maria Namen kommen?

 

„Ich habe eine Broschüre über Popiełuszko übersetzt, aufgrund der auch dadurch entstandenen guten Kontakte nach Polen werden Anfang Juni die Reliquien nach Wien gebracht“, erzählt Fuchs.

 

Am 3. Juni wird es eine feierliche Vesper in Maria Namen geben, am 5. Juni werden die Reliquien um 11 Uhr beim polnischsprachigen Gottesdienst feierlich empfangen werden.

Spirituelle Bereicherung

Ursprünglich feierte die Polnische Gemeinde in Neulerchenfeld ihre Gottesdienste. „Nach der Wiedervereinigung von Neulerchenfeld mit Maria Namen im Jahr 2014 sind sie jetzt eine spirituelle Bereicherung der Pfarre“, betont Moderator Jesus David Jaen Villalobos, der zudem auch eine Spanischsprachige Gemeinde in Maria Namen seelsorglich betreut: „Aufgrund der unterschiedlichen Gemeinden in Sprache und Kultur ist Maria Namen eine noch lebendigere Pfarre geworden.“

 

Zu den Sonntagsgottesdiensten der Polnischen Gemeinde kommen bis zu 300 Mitfeiernde, „vor allem junge Familien mit ihren Kinderwägen prägen diese Gottesdienste“, sagt Fuchs.

 

Villalobos erinnert auch an die „gute Nachbarschaft“ mit der Serbisch-Orthodoxen Kirche, die die Pfarrkirche Neulerchenfeld übernommen hat: „Zuletzt waren wir mit den Firmkandidaten dort.“