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27.04.2016

„Helfen, Mut nicht zu verlieren“

Ehrenamtliche begleiten und unterstützen Jugendliche auf dem Weg ins Erwerbsleben

Ahmed freut sich. Der aus Tunesien stammende 18-jährige junge Mann  hat eine Chance auf ein Bewerbungsgespräch erhalten.

 

Seit drei Jahren lebt er in Österreich, wohnt im Wiener Integrationshaus und kann schon recht gut Deutsch. Doch allein ist es schwierig, im Berufsleben Fuß zu fassen.

 


Walter Rijs nimmt sich Zeit für ihn. Einmal wöchentlich treffen sich beide eineinhalb Stunden, um sich über die richtige Strategie für die Bewerbung zu beraten.

 

Ahmed will Sozialarbeiter werden, aber auch eine Tätigkeit beim Zoll interessiert ihn. Walter Rijs ist Präsident der Katholischen Aktion Wien. Diese hat u.a mit der Katholischen ArbeitnehmerInnenbewegung, dem Integrationshaus, Caritas, Kategorialer Seelsorge der Erzdiözese Wien und dem „Forum Zeit und Glaube“, das Projekt „Hands on“ initiiert.



Arbeitslos: 15 Prozent der Jungen

„Mentoren und Mentorinnen unterstützen 14- bis 21-jährige auf dem Weg in eine Lehre oder einen Beruf“, schildert Michael Gassmann von der Katholischen Aktion.

 

Den Startpunkt setzt eine Begleitvereinbarung. Dabei werden Vereinbarungen zu Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Höflichkeit getroffen.


In der Folge kommen die Mentoren mit ihren Mentees wöchentlich zusammen. Sie schreiben gemeinsam Bewerbungen und recherchieren Jobangebote.

 

„Uns geht es vor allem auch um das Stärken des Selbstwertgefühls durch gemeinsames Erkennen der eigenen Talente und der Befähigung zum eigenständigen Handeln“, unterstreicht Michael Gassmann.  

 

Sechs Monate sind für die Begleitung der Jugendlichen vorgesehen. Derzeit sind Jugendliche, die Asyl bekommen haben, bzw. bei denen das Verfahren im Laufen ist im Programm von „Hands on“.


„Wir würden auch Österreicher begleiten, ihnen helfen, den Mut nicht zu verlieren“, so der Mentor Rijs. 

 

„In Wien sind derzeit 15,5 Prozent der Jugendlichen arbeitslos“, erläutert Michael Gassmann die schwierige Situation am Arbeitsmarkt für junge Menschen.

 

Er bringt das Ziel von „Hands on“ auf den Punkt: „Viele Jugendliche haben Fähigkeiten, aber nie die Chance, diese zu beweisen.“
www.jobbegleitung.at