Sonntag 17. Mai 2026

Schnellsuche auf der Website

22.04.2016
In Nachfolge von P. Schasching SJ

Katholische Sozialakademie schreibt Forschungsstelle aus

"P. Johannes Schasching SJ-Fellowship" der ksoe für Studienjahre 2016/17 und 2017/18.

Die Katholische Sozialakademie Österreichs (ksoe) hat für die Studienjahre 2016/17 und 2017/18 die "P. Johannes Schasching SJ-Fellowship" ausgeschrieben.

 

Es handelt sich dabei um eine Forschungsstelle für Sozialethik im Geist des österreichischen Jesuiten P. Schasching (1917-2013), der nach seiner Emeritierung an der Gregoriana in Rom von 1991 bis 2005 an der ksoe wirkte. Ziel sei - wie beim ersten, derzeit laufenden Forschungsjahr dieser Reihe - die Entwicklung sozialethischer Perspektiven, die "Orientierung und Unterstützung im gesellschaftlichen Wandel" bieten, kündigte die Sozialakademie am Freitag, 22. April 2016 an.

 

Die Schasching-Fellowship hat mit dem deutschen Wirtschaftsethiker und Diplom-Volkswirt Sebastian Thieme im Arbeitsjahr 2015/16 begonnen. Er behandelt wirtschaftsethische Fragestellungen wie "Selbsterhaltung als ethisches und sozialpolitisches (Mindest-)Kriterium für ein 'gutes Leben'". Jedes der beiden kommenden Forschungsjahre will die ksoe einem Thema widmen, für das jeweils ein weiterer Schasching-Fellow ein Jahr lang wissenschaftlich in der ksoe tätig ist. Zur Auswahl stehen laut der Aussendung die vier Themenfelder "Laudato si - Ethik der Nachhaltigkeit", "Primat des Marktes", "Zeit-Architektur" und "Solidarisch Wirtschaften".

 

Interessierte müssen in Theologie oder einem themenrelevanten Studienfach promoviert haben, eigenständig wissenschaftlich arbeiten können und teamfähig sein. Bewerbungen sind bis 30. Juni 2016 möglich.

 

Vorträge zu "Arbeit im Wandel"

Mit einer Veranstaltungsreihe unter dem Titel "Arbeit im Wandel" und einem Dossier greift die Katholische Sozialakademie das 125-Jahr-Jubiläum der Sozialenzyklika "Rerum novarum" auf, die als Initialzündung für die katholische Soziallehre gilt.

 

Eröffnet wird die Veranstaltungsreihe am 25. April in Graz mit einem Vortrag der ksoe-Expertinnen Margit Appel und Gerlinde Schein über "Das Ende der Hierarchie in der Arbeitswelt?"

 

Der Schlusspunkt unter dem Titel "Gesellschaft im Wandel. 125 Jahre Soziallehre UNTERWEGS" wird am 2. Juni 2016 im ÖGB-Catamaran (Johann-Böhm-Platz 1, A-1020 Wien) in Wien gesetzt: ksoe-Direktorin Magdalena Holztrattner trifft dabei mit Thomas Wallimann-Sasaki, dem Leiter des Sozialinstituts der KAB in der Schweiz, sowie Mechthild Hartmann-Schäfers von der Stiftung "Zukunft der Arbeit und der sozialen Sicherung" (ZASS) der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands zusammen.

 

Das ksoe-Dossier "Wirtschaft, menschengerecht gedacht?" anlässlich 125 Jahre Soziallehre greift in der Ökonomie vorfindliche Menschen- und Gesellschaftsbilder auf. Präsentiert wird es am 24. Mai 2016 in Wien u.a. mit "Schasching-Fellow" Sebastian Thieme und Wirtschaftswissenschaftler Stephan Pühringer von der Johannes Kepler Universität Linz.