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13.04.2016

Kirche begeht am 17. April Weltgebetstag um geistliche Berufe

Vierter Sonntag der Osterzeit seit über 50 Jahren dem gemeinsamen Bemühen um Berufungen gewidmet.

Am Sonntag, 17. April 2016, begeht die Katholische Kirche den 53. "Weltgebetstag um geistliche Berufungen". Seit mehr als 50 Jahren erinnert die Katholische Kirche damit weltweit jeweils am vierten Sonntag der Osterzeit daran, dass die Sorge um den Nachwuchs und um geistliche Berufungen eine gemeinsame Sorge von Bischöfen, Priestern und Laien darstellt. Der Weltgebetstag, der österreichweit mit zahlreichen Gottesdiensten und Veranstaltungen begangen wird, steht heuer unter dem Motto "Herzklopfen".

 

Für Gott einstehen

"Gerade in einer Welt, die sich vor unseren Augen rapid verändert, sind Menschen gefragt, die für jemanden, eben für Gott, einstehen", betonte der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl in einer Aussendung des Canisiuswerkes. Krautwaschl ist u.a. für die Berufungspastoral in Österreich und damit auch für das Canisiuswerk zuständig, welches alljährlich die Materialien für den Weltgebetstag erarbeitet und zur Verfügung stellt.

 

Papst Franziskus verknüpft in seiner Botschaft den Weltgebetstag mit dem aktuellen "Jahr der Barmherzigkeit": "Jede Berufung in der Kirche hat ihren Ursprung im barmherzigen Blick Jesu". Die Förderung neuer Berufungen sei zwar der gemeinsame Auftrag aller Getauften, eine besondere Aufgabe komme dabei aber den Priestern selbst zu, ermahnte Franziskus: "Die Priester begleiten jene, die auf der Suche nach der eigenen Berufung sind, wie auch jene, die schon ihr Leben in den Dienst Gottes und der Gemeinschaft gestellt haben."

 

Von der Aktualität des Themas Berufungspastoral zeugt u.a. die Tatsache, dass sich eine eigens von der vatikanischen Kongregation für den Klerus initiierte internationale Tagung im heurigen Oktober in Rom der Bestandsaufnahme und Analyse der Berufungspastoral widmen wird. Bei der Konferenz, die für den 19. bis 21. Oktober geplant ist, wird auch Österreich vertreten sein.

 

Zahlreiche Veranstaltungen in Österreich

In Österreich wird der Weltgebetstag traditionell mit zahlreichen vom Canisiuswerk initiierten Veranstaltungen, Gottesdiensten und Wallfahrten begangen. Im Wiener Stephansdom findet am Samstag, 16. April um 17 Uhr eine feierliche Vesper mit anschließender Agape im Begegnungszentrum "Quo vadis?" statt.

 

Das Canisiuswerk bietet für Pfarren und Gemeinschaften ein eigenes "Werkheft" mit Materialien und Ideen zur Gestaltung des Weltgebetstages.

 

1964 ins Leben gerufen

Der Weltgebetstag für geistliche Berufungen wurde 1964 von Papst Paul VI. initiiert. Er findet immer am vierten Sonntag der Osterzeit statt und sieht sich der Forderung Jesu im Lukasevangelium (Lk 10,2) verpflichtet, "den Herrn der Ernte um Arbeiter für seine Ernte zu bitten". Seit Jahren nimmt die Zahl der angehenden Priester und Ordensleute in vielen westlichen Ländern ab. Afrika und Asien verzeichnen hingegen einen Zuwachs an geistlichen Berufungen.

 

Neben diesem Schwerpunkt im Jahr werden in der Berufungspastoral aber auch während des ganzen Jahres Impulse und Aktivitäten gesetzt, u.a. durch Informationsveranstaltungen, Gebetskreise sowie Einladungen von Priestern und Ordensleuten.