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09.04.2016
Forderung nach mehr Ressourcen

Kirchliche Kritik an Gesetzesentwurf zur Schuleingangsphase

St. Nikolausstiftung der Erzdiözese Wien fordert mehr Ressourcen, um notwendige Qualitätsverbesserungen im Kindergarten auch umsetzen zu können.

Die kirchliche St. Nikolausstiftung übt Kritik am aktuellen Gesetzesentwurf zur Schuleingangsphase. Zwar werde von Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek der Kindergarten endlich als Bildungseinrichtung erkannt, aber entsprechende Maßnahmen, damit die notwendigen Qualitätsverbesserungen im Kindergarten auch umgesetzt werden können, fehlten im Gesetzesentwurf wieder gänzlich, so Elmar Walter, Geschäftsführer der St. Nikolausstiftung, in einer Aussendung.

Es werde nicht möglich sein, mehr zu leisten, ohne dass es mehr Ressourcen gibt. "Jetzt müssen endlich konkrete Schritte gesetzt werden", betonte Walter. Die Zusammenarbeit von Kindergarten und Schule sei für die Bildungslaufbahn der Mädchen und Buben zukunftsweisend.

Die pädagogische Leiterin der St. Nikolausstiftung, Susanna Haas, fordete u.a. strukturierte Gespräch auf Augenhöhe zwischen Elementarpädagogen und Lehrern. Aber dafür fehle es an Zeit und personellen Ressourcen. Ein weiterer wichtiger Aspekt für einen erfolgreichen Übergang vom Kindergarten zur Schule sei eine gemeinsame Ausbildung von Kindergärtnern und Lehrern. Damit würden die einzelnen Bildungsprozesse, die im Kindergarten begonnen und in der Schule weitergeführt werden, für das einzelne Kind kongruent und entscheidend für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn sein.

Das Fazit der St. Nikolausstiftung: "Ja zur Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Schule, aber eine Verbesserung der Schuleingangsphase und die gewünschte Qualitätssteigerung zum Wohl der Kinder sind nur mit entsprechenden Rahmenbedingungen im Kindergarten möglich."

Zur St. Nikolausstiftung der Erzdiözese Wien gehören derzeit 81 Standorte mit rund 980 Mitarbeitern und circa 6.000 Kindern. Die Kindergärten und Horte sind in allen Wiener Bezirken vertreten.