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08.04.2016

"Amoris laetitia": Ehe und Familie NEU?

Gerhard Marschütz bei Spezialveranstaltung der Theologischen Kurse am 14. April

Hat die Veröffentlichung des Apostolischen Schreibens „Amoris laetitia – Freude der Liebe" von Papst Franziskus das katholische Verständnis von Ehe und Familie verändert? Was sich auf jeden Fall sagen lässt: Hinter dem gesamten Schreiben steht eine besondere Logik: "Das erste sind nicht die Normen", so analysierte der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn, der das Schreiben am 8. April 2016 in Rom präsentierte. Die kirchlichen Normen zu Ehe und Familie seien zwar wichtig, aber "an erster Stelle steht die Ausrichtung auf die Liebe".

 

Es war die spannende Frage: Welche Akzente würde der Papst in seinem Schreiben im Anschluss an die Bischofssynoden zum Thema Ehe und Familie setzen? Die Synodenväter hatten im Oktober 2014 und 2015 in großer Offenheit und durchaus kontrovers diskutiert. Aber eine Synode hat nur beratende Funktion, der Papst ist nicht an ihre Ergebnisse gebunden.

 

Was bedeutet das für die Zukunft?

Für die Zukunft stellt sich die Frage: Welche Impulse gibt Franziskus nun für die Weiterentwicklung der kirchlichen Lehre von Ehe und Familie und Sexualität? Damit befasst sich der Wiener Theologe Gerhard Marschütz, Professor für Theologische Ethik, in einer Spezialveranstaltung der Theologischen Kurse - wenige Tage nach der Präsentation von „Amoris laetitia" am Donnerstag, 14. April 2016 (18.30 - 20.30 Uhr). Marschütz ist Experte in der Ehe- und Familienforschung sowie der Ethik der Geschlechterbeziehung. Er wird das Dokument in seinen Grundzügen darlegen und die wichtigsten Aussagen anhand zentraler Textpassagen erarbeiten.