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07.04.2016
Bestätigung der Reise

Vatikan: Papst besucht am 16. April mit Patriarch Insel Lesbos

Einladung erfolgte von Patriarch Bartholomaios und von Staatspräsident Pavlopoulos.

 

Papst Franziskus besucht am Samstag, 16. April 2016, gemeinsam mit dem orthodoxen Ehrenoberhaupt Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel und Erzbischof Hieronymos II. von Athen und ganz Griechenland Flüchtlingsunterkünfte auf der Ägäisinsel Lesbos. Das gab der Vatikan am Donnerstag, 7. April bekannt. Die Einladung sei kirchlicherseits vom Patriarchen und staatlicherseits von Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos erfolgt, so das Kommunique.

 

Die erste Reise seines Pontifikats hatte Franziskus im Juli 2013 auf die Flüchtlingsinsel Lampedusa unternommen. Der Besuch, bei dem er eindringlich an die Aufnahmebereitschaft der reichen Länder appellierte, war international stark beachtet worden.

 

Erklärung des Heiligen Synods

Der Heilige Synod der orthodoxen Kirche von Griechenland hatte bereits am Dienstag in einer Erklärung betont, die orthodoxe Kirche würde es sehr begrüßen, wenn der Papst Lesbos besucht, jene Insel in der Ägäis, auf der in den letzten Monaten zehntausende Flüchtlinge gelandet sind. Papst Franziskus habe den Wunsch nach dem Besuch auf einer der Ägäis-Inseln geäußert, um die Aufmerksamkeit auf die Konflikte im mediterranen Raum zu lenken. Dabei gehe um die sofortige Einstellung aller Kampfhandlungen, die sich so negativ auf die christlichen Gemeinschaften auswirken, aber auch um das humanitäre Problem der "verzweifelten Flüchtlinge", "die in Europa eine bessere Zukunft suchen".

 

Zugleich wurde in der Erklärung des Heiligen Synods unterstrichen, dass der Besuch des Papstes nur wenige Stunden dauern werde, der Besuch sei "ausschließlich humanitärer und symbolischer Natur". Der gemeinsame Besuch von Papst, Patriarch und Athener Erzbischof auf Lesbos werde ein starkes Signal an die internationale Gemeinschaft sein, um einerseits die Situation der Flüchtlinge zu verbessern und andererseits entsprechende Initiativen zum Schutz der so grausam leidenden Christen des Nahen Ostens zu setzen, wurde in der Erklärung des Heiligen Synods festgestellt.

 

Das Ökumenische Patriarchat hatte bereits am Dienstagnachmittag die gemeinsame Reise von Papst Franziskus, Patriarch Bartholomaios I. und Erzbischof Hieronymos nach Lesbos bestätigt. In der Mitteilung aus dem Phanar hieß es: "Diese Geste der religiösen Oberhäupter wird die tausenden schwer geprüften Flüchtlinge stärken und zur Annahme von Initiativen führen, um sowohl die christlichen Gemeinschaften zu schützen als auch die so außerordentlich wichtige Flüchtlingsfrage in korrekter Weise anzugehen."