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06.04.2016
Kamingespräch der Erzdiözese Wien im Café Caspar

„Anwesender Glaube, hilft selber zu glauben“

Infoabend im Vorbereitung des Weltjugendtags in Krakau im Wiener Cafe Caspar.

Das Café Caspar in der Wiener Grillparzerstraße war am Dienstag, 5. April 2016, Schauplatz eines Infoabends im Vorfeld des diesjährigen Weltjugendtags. Von 27. Bis 31. Juli wird die polnische Metropole Krakau Schauplatz des Treffens der katholischen Jugendlichen sein.

 

Barmherzigkeit als Thema

Der Weltjugendtag steht in diesem Jahr unter dem Leitwort "Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden" und knüpft an das außerordentliche "Jahr der Barmherzigkeit" an. Zum Großereignis werden bis zu 2,5 Millionen junge Menschen erwartet. Papst Franziskus eröffnet und beendet das von Johannes Paul II. 1984 begründete Treffen.

 

Der Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky, zeichnet in der Österreichischen Bischofskonferenz für die Agenden der Jugendlichen verantwortlich. Er schilderte gegenüber dem interessierten Publikum seine persönlichen Erfahrungen aus der zweimaligen Teilnahme an Weltjugendtag.

 

Beichte, Begegnung mit dem Papst

Weihbischof Turnovszky war in Paris 1997 und in Madrid 2011 dabei. Für ihn waren seinerzeit als Jugendlichen ausschlaggebend für die Teilnahme: „Freunde fahren hin und ich war neugierig“. Beim zweiten Mal erweitern sich die Motivationsmotive so der Jugendbischof: „Der anwesende Glaube, hilft selber zu glauben, weil andere Menschen auch da sind, die beten“. Beeindruckend sind für Weihbischof Turnovszky auch die „vielen jungen Menschen, die zur Beichte gehen“. Das mache „Gusto“ auf die Beichte. Und natürlich die Begegnung mit Papst Franziskus. Jugendliche lernten auf Weltjugendtagen auch „etwas auszuhalten“, da die Organisationsstruktur manchmal auch vor Ort noch Lösungen bedarf. „Man kann stolz sein, was man alles aushält“, bringt es der Jugendbischof auf den Punkt.

 

„Austausch der Jugendlichen“

Veronika Poindl arbeitet im Netzwerk Jugendpastoral in der Nationalkoordination des Weltjugendtages in der Katholischen Jugend Österreich schilderte das diesjährige Motto, im Mittelpunkt die Barmherzigkeit und präsentierte das Programm. Sie erkennt als eine der wichtigsten Intentionen „den Austausch der Jugendlichen“. Die Zielgruppe sei zwischen 16 und 35 Jahren zu sehen.

 

Barbara Andrä ist Projektverantwortliche von "on the road to mercy" - also jener Stelle, die für Weltjugendtagspilger auf der Durchreise Quartiere und offen eHerzen bei der Aufnahme sucht. Denn die jugendlichen Pilger benötigen: „Platz zum schlafen, einen Ort zum Waschen, ein Frühstück, aber auch einen Ort für die Katechese“. „Oft sind die Kontakte, die entstehen, die bleibenden, eines Weltjugendtags“, so Andrä.