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Das katholischste aller Feste - Buchtipp
Rupprecht@kathbild.at
06.04.2016

Das katholischste aller Feste - Buchtipp

Ein Fest, mehr als 750 Jahre alt: Helga Maria Wolf über Fronleichnam.

Am Anfang standen Visionen: Der 16-jährigen Augustinerin Juliana von Lüttich (um 1193 bis 1258 n. Chr.) erschien die glänzende Mondscheibe mit einer dunklen Stelle, was sie als Fehlen eines besonderen Festes zu Ehren der Eucharistie interpretierte.

 

 

 

Der Bischof von Lüttich führte 1246 das Fronleichnamsfest in seiner Diözese ein, Papst Urban als Fest für die Universalkirche 1264.

 

Die deutsche Bezeichnung Fronleichnam setzt sich zusammen aus „Fron“ = „Herr“ und „Lichnam“ = „lebendiger Leib“. Seit der Kalenderreform des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt es „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“.


In ihrem Buch „Zwischen Pracht und Protest. 750 Jahre Fronleichnam“ (Verlag Der Apfel) zeigt die ausgewiesene Kennerin der heimischen Volkskultur, Helga Maria Wolf, in einem großen Bogen die Geschichte dieses wohl katholischsten aller Feste.

 

Angefangen von der Fronleichnams-Bruderschaft in Wien bis hin zum bis heute lebendigen Brauchtum, etwa die „Prang-Stangen“ in Rohr am Gebirge.

 

Während der wohl größte Theologe der abendländischen Christenheit, der Dominikaner Thomas von Aquin, die theologisch anspruchsvollen Texte für das liturgische Gebet dieses Festes verfasste, sagte Martin Luther in seinen „Tischreden“: „Ich bin keinem Fest mehr feind … als diesem. Denn es ist das allerschändlichste Fest.“


Kein Wunder, dass das Fronleichnamsfest seit der Gegenreformation umso leidenschaftlicher die Schönheit des katholischen Glaubens zum Ausdruck bringt.

 

Die Prozession mit der Monstranz, umgeben mit viel Brauchtum, zeigt bis in die Gegenwart, dass die Volksfrömmigkeit in der Liturgie der Kirche ihren Platz hat.

 


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"Was ist, wenn eine ganze Gruppe von Menschen feierlich durch die Straßen zieht und einem Stück Brot folgt?", fragt Pater Günter Reitzi OP, Prior der Dominikaner.