In einer Botschaft zum 31. Internationalen Jugendtreffen rief der Papst die Jugendlichen auf, im kommenden Jahr die Werke der leiblichen und der geistlichen Barmherzigkeit zu entdecken und selbst zu praktizieren.
Barmherzigkeit bedeute „weder alles gutzuheißen noch reine Gefühlsseligkeit“, betonte Franziskus im Herbst.
Gerade in der Barmherzigkeit erweise sich die Glaubwürdigkeit der Christen in der Welt, so der Papst.
Als glücklichen Umstand bezeichnete Franziskus die Wahl des Veranstaltungsortes Krakau für das Jugendtreffen im Jahr der Barmherzigkeit.
Mit dem heiligen Papst Johannes Paul II. und der Mystikerin Faustyna Kowalska hätten hier „zwei große Apostel der Barmherzigkeit unserer Tage“ gelebt.
Die Stadt erwarte die Jugendlichen aus aller Welt „mit offenen Armen und Herzen“, versicherte der Papst.
Zu dem Treffen erwarten die Organisatoren ähnlich viele Teilnehmer/innen wie beim vorletzten Treffen 2012 in Madrid, als rund 1,7 Mio. junger Katholiken mit dem Papst beteten, feierten und ihren Glauben bekannten.
Die Botschaft der göttlichen Barmherzigkeit stelle ein „sehr konkretes und herausforderndes Lebensprogramm“ dar, weil es vom Menschen nicht nur Worte sondern auch Taten verlange.
Deshalb fordert Franziskus die Jugendlichen dazu auf, die Werke der leiblichen Barmherzigkeit neu zu entdecken:
Dabei sollten sie freilich nicht die geistigen Werke der Barmherzigkeit vergessen:
Franziskus lud die Jugendlichen ein, jeden Monat eines dieser Werke zu tun.
Der einzige Weg, um das Böse zu besiegen, sei die Barmherzigkeit, unterstreicht Franziskus in seiner Botschaft.
Vielleicht am schwierigsten sei dabei die Forderung, Feinden zu verzeihen, die einen beleidigt oder einem Böses zugefügt hätten. Dennoch sei die Vergebung das Instrument, das jeder Menschen in seinen Händen habe, um den Frieden des Herzens zu finden.
„Groll, Wut, Gewalt und Rache hinter uns zu lassen, ist die notwendige Voraussetzung für ein geglücktes Leben“, so der Papst.