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Tyrolia
07.12.2015

Striptease und die Krippe

„Von A bis Z. Gott begegnen in der Welt von heute“: Das Buch des Bischofs von Eisenstadt.

„Das Evangelium ist keine Sitzordnung, sondern Wegweisung“: Dieses vielzitierte Wort des Eisenstädter Bischofs Ägidius Zsifkovics zieht sich wie ein roter Faden durch die Sammlung der Predigten und Reden, die Dominik Orieschnig unter dem Titel „Von bis Z. Gott begegnen in der Welt von heute“ (Tyrolia-Verlag) herausgegeben und die Heinz Ebner mit meditativen Bildcollagen versehen hat.

 


Zsifkovics, seit 2010 Bischof der Diözese Eisenstadt, buchstabiert das Feld des Glaubens neu, frisch und oft überraschend. Von „A“ wie Anti-Aging, „B“ wie Beichte, „E“ wie Evolution, über „J“ wie James Bond, „M“ wie Marketing und Medien, „S“ wie SMS oder „U“ wie Update bis „Z“ wie Zukunft – der Eisenstädter Bischof schafft es jeweils, Grundlegendes zum Christentum, zum Christ- und Kirche-Sein auszusagen.

 

Zsifkovics spricht die Sprache der akademischen Theologie genauso wie die der Volksfrömmigkeit. Unter dem Leitbuchstaben „E“ wie „Evolution“ kann Zsifkovics dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter drei Leitsätze entnehmen, die wohl für jegliche Neuevangelisierung grundlegend sind:

  1. „Nicht fertige Antworten, sondern weiterführende Fragen.
  2. Nicht sture Gesetze, sondern situationsgerechte Entscheidungen.
  3. Nicht fromme Sprüche, sondern menschliche Gesten.“


Auf Seite 175 ist ein „Martins-Gebet“ abgedruckt, dass der emeritierte Papst und Burgenlandkenner Benedikt XVI. zum 1.700-Jahr-Jubiläum Martin von Tours verfasst hat.

Einer der wenigen Texte des emeritierten Papstes.


Das Geheimnis um den hl. Josef und das Thema „Striptease“ angesichts einer Südtiroler Krippe lüftet der Bischof auf Seite 194: Der hl. Josef zieht seine Hose aus, um sie seiner frierenden Braut Maria zu geben...