Samstag 27. Juni 2026

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P. Franz Helm SVD
cc flickr esparanta palma / Der Sonntag
10.11.2015

Wenn ein Brief vom „Schurli-Onkel“ kommt

Franz Helms Berufung wird mehrmals auf die Probe gestellt.

Familie Helm ist kirchlich sehr engagiert, der Vater im Pfarrgemeinderat.

 

Für Franz, seine fünf Brüder und zwei Schwestern gehört der Sonntagsgottesdienst zur Wochentradition. Mit sieben Jahren beginnt er zu ministrieren, engagiert sich später in der Singgruppe in Ybbsitz.

 

Zwei seiner Brüder gehen in Seitenstetten ins Schülerheim, mit der Absicht, in den Benediktinerorden einzutreten, daraus wird aber nichts. Franz kommt auch nach Seitenstetten.

 

Prägend sind Briefe vom „Schurli-Onkel“. Der Bruder des Vaters ist Missionar im Kongo. „Er war ein eifriger Briefschreiber.

 

Wenn wieder einer im Postkasten lag, ist er in der Familie durchgegeben worden, der Apostel Schurli schreibt einen Brief an seine Gemeinde“, lächelt Franz in der Erinnerung.

 

Weilt Onkel „Schurli“ auf Heimaturlaub, faszinieren ihn seine Berichte. Franz kennt auch die „Stadt Gottes“ der Steyler Missionare.

 

Ein Pater ist in Ybbsitz zu Besuch und lädt ihn nach St. Gabriel bei Mödling ein. Franz nimmt diese zur Klosterwoche vor der Matura an: „Ich hatte  das Gefühl, das wär was für mich“, bemerkt er. „Als  Beruf konnte ich mir nur etwas vorstellen, wo ich mich für Menschen einsetzen kann.“


Er geht zumBundesheer, die Kameraden wollen ihn von seinem Vorhaben abbringen, auch mit viel Alkohol, sie scheitern.

 

Franz will Pastoralassistent werden.

 

Doch nach einem Gespräch mit einem Steyler Missionar tritt er mit 18 Jahren ein: „Mich hat das Leben in St. Gabriel fasziniert, die weltweite Ordensperspektive und die Bereitschaft sich einzusetzen , wo man am meisten gebraucht wird.“