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11 Kardinäle zu Ehe und Familie
Herder / 11 Kardinäle zu Ehe und Familie
27.10.2015

Mehr Zeit für die Ehevorbereitung - Buchtipp

13. Buch zur Bischofssynode: Wenn elf Kardinäle über Ehe und Familie nachdenken.

Elf Essays aus pastoraler Sicht versammelt der emeritierte Münchener Kirchenrechtler Winfried Aymans in dem Buch „11 Kardinäle zu Ehe und Familie“ (Herder-Verlag).

 

Die Beiträge von Autoren wie Carlo Caffara, Dominik Duka, Joachim Meisner, Paul Josef Cordes oder Robert Sarah u. a. wollen nicht so sehr die wissenschaftliche Diskussion weiterführen als in seelsorglicher Perspektive praktische Fragen erörtern.

 

Kardinal Caffara lädt ein, die göttliche und menschliche Dimension der vielzitierten Barmherzigkeit zu bedenken, Kardinal Cleemis, Großerzbischof der syro-malankarischen Kirche, beleuchtet das Mysterium der sakramentalen Ehe.

 

Die wichtigste Katechese sei die möglichst feierliche Gestaltung der kirchlichen Hochzeit selbst.


Der sogenannten „geistigen Kommunion“ widmet sich Kardinal Cordes in seinem fundierten Beitrag, die Krise der Familie behandelt Kardinal Duka aus Prag.

 

 

Eine gründlichere Glaubensunterweisung vor der Eheschließung ist für Kardinal Eijk unabdingbar, ebenso für Kardinal Meisner, der zugleich eine „Erziehung zur Liebe“ damit verbindet. Pastorale Überlegungen aus afrikanischer Sicht bietet Kardinal Onaiyekan.

 

Die Folgen der Leugnung des Naturrechts zeigt der spanische Kardinal Rouca Varela. Kardinal Ruini schlägt eine Vereinfachung der Nichtigkeitsverfahren vor, Kardinal Sarah wiederum favorisiert ein gründliches Ehe-Katechumenat. Die westliche Welt brauche, so Sarah, eine Evangelisierung im Hinblick auf Körper und Sexualität.

 

Innerkirchlich fehle es an religiöser Bildung, stellt Kardinal Urosa Savino fest.
Den elf Autoren der Beiträge des Sammelbands gelingt es, praktische Fragen in seelsorglich-behutsamer und zugleich klarer Sprache zu erörtern.