Samstag 27. Juni 2026

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Kleine Schwester Monika Theresa von Jesus
cc flickr esparanta palma / Der Sonntag
27.07.2015

Berufung als persönliche Überraschung

Sie beschäftigt sich mit Charles de Foucauld, dann tritt sie bei den Kleinen Schwestern ein.

Monika Overbeck wächst im deutschen Limburg auf, sie ist die Älteste von drei Geschwistern. Ein Onkel ist „Kleiner Bruder“ im damaligen Zaire. Sie lernt ihn nicht kennen, da er bei Unruhen stirbt, als sie zwei Jahre alt ist.

 

Ein Lehrer in der Fachhochschule fördert sie bei Fragen „nach Sinn und Gott im Leben, aber auch zu Leid und Tod“. Monika besucht eine Fachschule für Sozialpädagogik, arbeitet in einer Einrichtung für Mädchen und Frauen mit geistiger Beeinträchtigung.

 

„Es wurde mir klar, ich möchte mit meinem Leben etwas anderes machen.“ Es kommt die Frage einer geistlichen Berufung auf. „Ein Kaplan hat mir dabei sehr geholfen.“ Sie kennt auch einen Ordensmann der „Kleinen Brüder“ . Monika liest viel über den Wüstenmönch Charles de Foucauld. Sie beschäftigen die Tagebücher des verstorbenen Onkels und Missionars.


Eines Abends wird sie versehentlich in eine Kirche eingeschlossen und muss die Nacht darin verbringen: „Ich dachte mir, nun habe ich Zeit zum Beten, aber gebetet habe ich nicht viel, ich habe es aber als Zeichen genommen“.

 

Am nächsten Tag erhält Monika einen Brief von einem Freund, der ihr die Adresse der Kleinen Brüder in Frankfurt gibt. Die besucht sie und beim Kaffeeplausch sagt sie zu ihnen: „Ich möchte Kleine Schwester werden“.

 

„Damit habe ich mich selber überrascht.“ Sie meldet sich bei den Schwestern in München, verbringt mehrere Urlaube bei ihnen, mit 24 Jahren tritt sie ein.

 

„Ich bin Nomadin geblieben“, schildert Sr. Monika Theresa: Die „Kleinen Schwestern“  arbeiten an den Rändern der Gesellschaft. So war sie als Kommissionierin tätig, arbeitete in einer Wäscherei, wie auch als Garderobiere im Zirkus.