Die neue Umwelt Enzyklika von Papst Franziskus ist ein guter Grund einen Streifzug durch die Diözese zu machen und nach Pfarren oder kirchlichen Einrichtungen mit besonderem Umweltengagement Ausschau zu halten. Markus Gerhartinger, Umweltbeauftragter der Erzdiözese Wien hat sich für uns umgesehen.
Das Umweltmanagementsystem EMAS (Eco Management und Audit Sheme) ist ein EU weites Umweltmanagementsystem und kann als höchstes Umweltverbesserungssystem bezeichnet werden. Das Umweltprogramm und die Kennzahlen des Unternehmens, der Pfarre werden extern überprüft.
Von den rund 250 EMAS Betrieben in Österreich sind rund 10 Prozent kirchliche Einrichtungen aus ganz Österreich, 2 Prozent aus der Erzdiözese Wien. Neben den Schulverbänden St. Ursula und Sta. Christiana (beide 1230 Wien) ist auch das Bildungshaus der Diözese in Großrußbach EMAS zertifiziert. Zu den bereits zertifizierten Pfarren Lainz und Cyrill und Method, folgen in kürze 5 weitere "Pfarren": Stockerau und Absdorf aus dem Vikariat Nord, Franz von Sales und Erlöserkirche aus Wien sowie Lanzenkrichen aus dem Vikariat Süd.
Der gemeinsam mit dem Land Niederösterreich und der Diözese St. Pölten vergebene Umweltpreis hat auch schon viele engagierte Preisträger hervorgebracht, hier einige Beispiele: Auf Sonnenenergie setzen z.B. die Preisträger Pfarre Schwadorf und Pfarre Maria Enzersdorf, Pfarrfeste ohne Einweggeschirr sind eine Selbstverständlichkeit in den Pfarren Obersdorf, Großriedental und Lanzenkirchen. Einen Energieaktionstag gemeinsam mit der Gemeinde und der Modellregion Wagram veranstaltete die Pfarre Absdorf.
Der Biobauernhof der Familie Trenker in der Buckligen Welt ist ein weiterer Hotspot kirchlicher Verantwortung für die Schöpfung. Ernst Trenker ist auch Jugendleiter in der Erzdiözese Wien und ermöglicht jedes Jahr vielen jungen Menschen einen neuen Zug zu unserer Schöpfung.
Von den rund 16.000 österreichweit registrierten Autofaster/innen kommen rund 25 Prozent aus der Erzdiözese Wien. Viele Pfarren unterstützen diese und ähnliche bewusstseinsbildende Aktionen, wie z.B. die Aktion "Wir radln in die Kirche".
"Es tut sich vieles in der Diözese", freut sich Markus Gerhartinger, Umweltbeauftragter der Erzdiözese Wien, wenn gleich auch er einschränkend feststellen muss, dass es noch viel zu tun gibt! Durch die neue Enzyklika erhofft sich Gerhartinger ein größeres Bewusstsein in noch mehr Pfarren: "Papst Franziskus hat es in der Enzyklika klar und deutlich ausgedrückt, dass die Sorge um unsere Welt, nicht Hobby einiger weniger ist, sondern wie es sinngemäß ausdrückt, eine Pflicht für jeden Christen ist", so Gerhartinger abschließend!
Pfarren, die bei diesem ihrem Engagement für die Schöpfung Unterstützung brauchen, können sich gerne an das Umweltbüro wenden.