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07.01.2015

Papst zu Attentat in Paris: Gewalt "niemals zu rechtfertigen"

Papst Franziskus hat das Attentat mit mindestens zwölf Toten in Paris entschieden verurteilt.

Das Attentat auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" habe Tod gesät, die gesamte französische Gesellschaft in Trauer gestürzt und alle Menschen, die Frieden liebten, tief aufgewühlt, heißt es in einer Mitteilung des Vatikans vom Mittwochabend, 7. Jänner 2015.

"Was auch immer der Grund ist, tödliche Gewalt ist abscheulich und niemals zu rechtfertigen." "Papst Franziskus nimmt im Gebet an den Leiden der Verletzen und der Familien der Verstorbenen teil und fordert alle dazu auf, sich mit jedem Mittel der Verbreitung des Hasses und jeder Form der Gewalt entgegenzustellen", erklärte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi.

 

Vor Lombardi hatte am Mittwochnachmittag bereits der stellvertretende Leiter des vatikanischen Presseamtes, Ciro Benedettini, in einer ersten Reaktion vor Journalisten eine "doppelte Verurteilung" des Anschlags angekündigt. Die Kirchenleitung werde die Tat einerseits als "schrecklichen Akt der Gewalt" verurteilen und andererseits als "Attentat auf die Pressefreiheit". Diese sei "genauso wichtig wie die Religionsfreiheit", sagte Benedettini.

 

Wenige Stunden vor dem Anschlag hatte Papst Franziskus Mittwochfrüh eine Gruppe französischer Imame im Vatikan begrüßt. Die islamischen Vorbeter saßen in der ersten Reihe bei der wöchentlichen Generalaudienz in der Audienzhalle. Franziskus hieß sie nach der französischen Übersetzung seiner Ansprache ausdrücklich willkommen. Von den Imamen gab es Applaus für den Papst.

 

Bei dem Anschlag in Paris waren am Mittwoch mindestens zwölf Menschen erschossen und mehrere weitere schwer verletzt worden. Zwei vermummte Männer mit Schnellfeuerwaffen überfielen die Redaktion der religionskritischen Satirezeitung. Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande erklärte, es handele sich ohne Zweifel um die Tat von Terroristen. Die Angreifer sollen Medienberichten zufolge bei ihrem Überfall mehrfach "Allah ist groß" gerufen haben. Augenzeugen berichteten zudem, die Täter hätten "Rache für den Propheten" skandiert.