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04.05.2014

Das Wort zur Schrift: „Es ist der Herr!“ (Joh 21,1-14)

Josef Grünwidl: Evangeliumsauslegung zum 3. Sonntag der Osterzeit (4. 5. 2014)

Österliche Kernaussagen für das Leben der Kirche wurden nachträglich im 21. Kapitel des Johannesevangeliums festgehalten:

 

Die sieben Fischer verweisen auf die Kirche insgesamt. An die Schwierigkeiten und die Missionserfolge der frühen Kirche erinnern das leere und das volle Netz.
    

Schon der hl. Hieronymus vertrat die Auffassung, es gäbe 153 Fischarten. Im Netz des Glaubens sind Menschen jeder Art vereint. Die christliche Kirche ist katholisch – allumfassend.
    

Neben dem Lieblingsjünger, der den Auferstandenen früher als die anderen erkennt – „Es ist der Herr!“ –  nimmt Petrus in dieser Erzählung eine besondere Stelle ein. Er kann das volle Netz allein an Land ziehen, ohne dass es zerreißt. Der Petrusdienst ist der Dienst an der Einheit.
    

Für mein Leben sagt mir dieses Osterevangelium:

 

  • „Es ist der Herr!“ – Der Auferstandene begegnet mir in meinem Alltag, bei meiner Arbeit, sogar in der Erfahrung der „leeren Netze.“ Er stärkt mich im österlichen Mahl.
        
  • „Es ist der Herr!“ – Petrus brauchte den Hinweis des Lieblingsjüngers, um den Auferstandenen zu erkennen. Auch wir brauchen einander, um auf dem Glaubensweg voranzukommen. Der Osterglaube bleibt nur in der Gemeinschaft lebendig.
        
  • Es ist Zeit, die „zerrissenen Netze“ zu „reparieren“. Das gilt für den Dialog der christlichen Kirchen und auch für mich persönlich und meine Erfahrungen von Zerrissenheit und Streit. Österliche Menschen versuchen, Einheit zu leben und Risse zu heilen.