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22.06.2014

Das Wort zur Schrift: Wer glaubt, braucht sich nicht zu fürchten! (Mt 10,26-33)

Beate Mayerhofer-Schöpf: Evangeliumsauslegung zum 12. Sonntag im Jahreskreis (22. 6. 2014)

Diese Zusage Jesu höre ich gerne. Aber wenn mich schweres Unglück trifft, wenn das Leben eines geliebten Menschen auf dem Spiel steht, wenn meine Hoffnung stirbt, ist es schwer, furchtlos zu bleiben.
    

Auch Jesus hat gezittert, auch er hat geweint. Auch er musste sich am Ölberg erst zu einer Haltung des „Fürchte dich nicht“ durchringen. Wenn uns die Knie schlottern und das Gottvertrauen sinkt, sind wir also in guter Gesellschaft. Nämlich in Gesellschaft dieses Jesus, der erfahren hat, was Angst, Alleinsein und Sterben ist. Wie er können wir uns durchringen zu glaubendem Vertrauen, dass der Vater dem „Unglück“ einen Sinn geben kann, es sogar wenden kann. Es lohnt sich, dieses Vertrauen im Alltag einzuüben.
    

Folgende Argumente des heutigen Evangeliums machen uns dazu Mut.

 

  1. Fürchte dich nicht vor den Menschen, sondern fürchte Gott. Sich am Gängelband der Anerkennung durch Menschen halten zu lassen, führt ins Unheil. Auf IHN zu blicken, führt ins Leben.
        
  2. Die Macht von Menschen ist begrenzt. Gott aber ist der Schöpfer von Himmel und Erde!
        
  3. Du kannst dich auf Gottes Treue verlassen! Wenn er sogar für die kleinen Spatzen sorgt, um wie viel mehr liege ich ihm dann am Herzen.
        
  4. Wer sich zu Jesus bekennt, muss sich keiner Herausforderung allein stellen. Der Herr wird für ihn beim Vater einstehen.
        
  5. Kein Leid wird je vergessen sein – auch nicht am Ende der Tage.

 

Also: „Fürchtet euch nicht!“