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09.09.2014

Von der Arche zu den Boatpeople

Ausstellung: Flucht und Vertreibung im Wandel der Zeit

Was bewacht ein Zaun? Wen sperrt er aus? Knapp 30 Meter Zaun, bewehrt mit Stacheldraht: Daraus besteht die Ausstellung „Von der Arche zu den Boatpeople. Flucht und Vertreibung im Wandel der Zeit".

 

Zäune der Ausgrenzung

Die Zäune symbolisieren Ausgrenzung und Ausweglosigkeit. An ihnen sind 46 Exponate aus dem Kunstarchiv der Jesuitenmission Nürnberg befestigt. Geschaffen wurden sie von Künstlern verschiedener Zeiten und Länder, einige von ihnen waren oder sind selbst Flüchtlinge. Sie zeigen ihre Vorstellung und Erfahrung von Vertreibung, von Flucht.

Schreckensbilder aus Kambodscha, vietnamesische Boatpeople, Bilder von Indigenen, die der Profitgier Platz machen mussten, und von jenen ungezählten Hoffnungsvollen, die über das Mittelmeer ein erträumtes Europa erreichen wollen, und - so sie nicht ertrinken - in einem Europa stranden, das sie nicht haben will und hinter Gitter sperrt, sich ihnen durch Zäune entzieht.

 

Bedrückend ähnlich sehen die Menschen in den Booten dem Bild des Noah in seiner Arche. Die Heilige Familie auf der Flucht nach Ägypten gleicht den Kinder, Frauen und Männern, die heute vor Krieg, Gewalt und Verfolgung fliehen, mit einem Bündel an Habseligkeiten unterm Arm oder auf dem Kopf. Wer seine Heimat verlassen muss, mag verstehen, wie sich Adam und Eva bei der Vertreibung aus dem Paradies gefühlt haben mögen.

 

Die Ausstellung gibt darüber hinaus Einblick in die Arbeit des Flüchtlingsdienstes der Jesuiten (JRS) und soll die Betrachter herausfordern.