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07.07.2014

Papst Franziskus betet für Opfer ungerechter Wirtschaftssysteme

"An den Rändern der Gesellschaft gibt es viele Männer und Frauen, die von der Not erschöpft sind".

Papst Franziskus hat ungerechte Wirtschaftssysteme beklagt und die Gleichgültigkeit gegenüber den Verlierern der Gesellschaft angeprangert.

 

Mit Bezug auf das Sonntagsevangelium, 6. Juli 2014, ("Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt" Mt 11,28) sagte er beim Angelusgebet, in armen Ländern, aber auch an den Rändern der reichen Gesellschaften gebe es viele Menschen, die am Ende ihrer Kräfte seien und sich verlassen fühlten.

 

Flucht und Ausbeutung

Viele seien dazu gezwungen, ihre Heimat unter Einsatz ihres Lebens zu verlassen. Diese litten unter einem ausbeuterischen Wirtschaftssystem, das ihnen schwere Lasten auferlege. Die wenigen Privilegierten hingegen seien nicht bereit, diese Lasten zu tragen. An die Ausgebeuteten sei das biblische Wort gerichtet: Kommt alle zu mir!

 

Die Lasten der anderen mittragen

Zugleich fordere Jesus die Gläubigen dazu auf, ihrerseits die Lasten der anderen auf sich zu nehmen und von ihm, Jesus, zu lernen, der gütig und von Herzen demütig sei. Die Güte und Demut des Herzens bestehe darin, nicht nur die Lasten der anderen auf sich zu nehmen, sondern sie nicht mit unseren persönlichen Sichtweisen, unseren Urteilen und Kritiken und unserer Gleichgültigkeit zu belasten.

 

Gedenken an Papst Pius X.

Nach dem Angelusgebet gedachte Franziskus des Hl. Papst Pius X, der vor 100 Jahren gestorben war und grüßte die Gläubigen aus der Pfarrei Salzano im Bistum Treviso, wo Giuseppe Sarto Pfarrer gewesen war.

 

Außerdem dankte er den Bewohnern der Region Molise herzlich für den warmherzigen Empfang, der ihm tags zuvor bei seinem Pastoralbesuch bereitet worden sei.