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Fischer Verlag
09.02.2014

Der lange Weg zur Freiheit

Auf der Gefängnisinsel Robben Island begann Nelson Mandela heimlich seine Autobiographie zu schreiben. Etwa 500 Seiten wurden von entlassenen Mithäftlingen in die Freiheit geschmuggelt.

Kaum ein anderer Politiker dieses Jahrhunderts symbolisierte in solchem Maße die Friedenshoffnungen der Menschheit und den Gedanken der Aussöhnung aller Völker auf Erden wie der ehemalige südafrikanische Präsident und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela, dessen Rolle für seinen Kontinent mit der Gandhis für Indien verglichen wurde. Seine trotz langer Haft ungebrochene Charakterstärke und Menschenfreundlichkeit haben nicht nur die Bewunderung seiner Landsleute, sondern aller friedenswilligen Menschen auf der Welt gefunden. Obwohl als Häuptlingssohn, hochgebildeter und sprachenkundiger Rechtsanwalt gegenüber der schwarzen Bevölkerung privilegiert, war er doch nicht von vornherein zum Freiheitskämpfer und international geachteten Politiker prädestiniert. Erst die fast drei Jahrzehnte währende Gefängnishaft hat ihn zum Mythos der schwarzen Befreiungsbewegung werden lassen. Nelson Mandelas Lebensgeschichte ist über die politische Bedeutung hinaus ein spannend zu lesendes, kenntnis- und faktenreiches Dokument menschlicher Entwicklung unter Bedingungen und Fährnissen, vor denen die meisten Menschen innerlich wie äußerlich kapituliert haben dürften.

 

Der Friedensnobelpreisträger schildert seine Kindheit, Schul- und Universitätszeit, seine Politisierung als junger Rechtsanwalt in Johannesburg, sein z. T. gewaltsames Engagement im ANC, seine Verurteilung, die langen Jahre der Haft und die geheimen Gespräche mit den Präsidenten Botha und de Klerk über das Ende der Apartheid. Er schreibt von seiner Familie und seinen ersten beiden Ehen. Das Buch endet mit den freien Wahlen 1994 und Mandelas Amtseinführung als Präsident.