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16.03.2014

Ein heiterer Weg zu Bibel

Die Bibel als Boulevardblatt: zu gewagt? Nein, amüsant! Und zielführend.

„Nicht zu fassen! Erste Menschen aus dem Paradies vertrieben“*, titelt das „Bibelblatt“. Ein Sündenbock wird gesucht. Adam beschuldigt Eva, Eva die Schlange, die Schlange verweigert jeden Kommentar. Adam legt Berufung ein und rätselt über die Strafe: „Wir wissen überhaupt nichts über den Tod“*. Gott antwortet: „Abwarten.“*


Das Buch „Bibelblatt – Der Weltbestseller in Schlagzeilen“ enthält Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament,  wie man sie noch nie gelesen hat. Da kommen Noah, Mose oder Jona zu Wort, der um sein Erbe betrogene Esau, Beamte des Pharao, gewinnsüchtige Spekulanten beim Turmbau zu Babel, Hotelmanager bei Jesu Geburt. Und natürlich die allgegenwärtigen Augenzeugen und lieben Nachbarn. Der britische Autor Nick Page hat in seinem 15 Jahre alten Klassiker den sensationsheischenden Ton der Boulevardpresse gut getroffen. Das „Bibelblatt“ zu lesen, macht Spass, umso mehr, je besser man die Vorlage, die Bibel, kennt.

 

Der langjährige Jugendkaplan in Wien und Berlin, P. Adrian Kunert SJ, setzt das „Bibelblatt“ erfolgreich in Firm- und Jugendgruppen ein: „Viele Leute, die die Bibel für ein verstaubtes Buch halten, kommen über diese lustigen Texte sogar an schwierigere Bibelstellen heran.“
Die Sorge, dass über dem Spaß die Inhalte vergessen werden, hat P. Kunert nicht. Im Gegenteil, er meint, das „Bibelblatt“ leite zur Heiligen Schrift hin: „Wenn man die Bibelblatt-Artikel mit den Bibelstellen vergleicht, wird die eigentliche Botschaft sehr klar.“ Das „Bibelblatt“ biete einen ungewohnten, doch Erfolg versprechenden Weg, Texte des Alten und Neuen Testaments zu erschließen, so P. Adrian Kunert SJ: „Man muss ja nicht immer den schweren Weg gehen. Es schadet nicht, auch mal einen schönen Weg zu nehmen, um zum Zentrum zu gelangen.“  Was dazu wohl die Nachbarn sagen...