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12.06.2014

Die Feier der Eucharistie: Für Gott ist das Beste gerade gut genug

Über Bedeutung und Möglichkeiten der kirchenmusikalischen Gestaltung der Mess-feier.

Für das II. Vaticanum ist das gemeinsame Singen im Gottesdienst die vornehmste und wichtigste Form der Teilnahme der ganzen Gemeinde am Gottesdienst der Kirche. Singen und Musizieren wird zu einem wesentlichen und integrierenden Bestandteil der Liturgiefeier. Dabei ist der Schatz der Kirchenmusik in der Liturgiefeier, aber auch in Kirchenkonzerten in seiner gesamten Vielfalt zu pflegen, vom im Wechsel mit der Gemeinde zu singenden Liedsatz über die vielfältigen wertvollen Beiträge des Neuen-geistlichen-Lied-Bereiches bis hin zur komplizierten Vokalpolyphonie, mit und ohne Einsatz von Orgel und Instrumenten.

Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht: Sich für die Kirchenmusik zu engagieren, ist keine Privatsache, auch nicht nur eine kircheninterne Angelegenheit, sondern eine Tätigkeit im öffentlichen Interesse. Wie viel Kulturgut ginge verloren, ohne das Wirken unserer Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker!

Kirchen-, Kinder- und Jugendchöre/-ensembles (mit manchen nicht zum ”inneren Kern“ zählenden Mitwirkenden) gehören zu den aktivsten Gruppen und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Kultur eines Ortes, eines Landes;

Kirche
ist oft der einzige Ort, wo Menschen noch singen;

Kirchenmusiker
vermitteln manchmal als einzige noch musikalische Bildungsarbeit vor Ort;

Musikinstrumente
(Orgeln, Glocken, Pauken…) und Notenarchive sind sachgerecht zu pflegen und zu erhalten;

Schon diese wenigen Beispiele zeigen auf, welche Bedeutung der kirchenmusikalischen Tätigkeit auch im öffentlichen Leben zukommt.

 

Aus- und Fortbildung

”Für Gott ist das Beste gerade gut genug“ hat – richtig verstanden – auch in der Kirchenmusik seine Berechtigung. Es ist klar, dass neben einer regelmäßigen Liedprobe zur Pflege und Erweiterung des Repertoires eine gute Ausbildung der musikalischen Funktionsträger (Kantor/innen, Organist/in, Chorsänger/innen …) eine wichtige Rolle spielt – die gute Liedbegleitung, der Vortrag des Antwortpsalms, das geistlich-geistige Erschließen von Chorliteratur und Liedern sind nur einige Punkte, welche die Qualität des gemeinsamen Singens und Musizierens fördern. Ein vielfältiges Schulungsangebot im Diözesankonservatorium für Kirchenmusik aber auch in den Ausbildungsangeboten des Kirchenmusikreferats warten auf Sie!

Auch die Zeitschrift Singende Kirche bietet verstärkt Hilfen für die Praxis an. Diese Aktivitäten zu nützen, wird sich gerade bei der Einführung der Neuauflage des Gotteslob als äußerst notwendig erweisen.